Nach Steuer-Verwirrung
Coca-Cola investiert weiterhin in Frankreich

Der Coca-Col-Konzern investiert weiterhin in Frankreich. Die von der Regierung geplante „Cola-Steuer“ hatte auch bei dem Unternehmen für Verwirrung und einen „Kommunikationsfehler“ gesorgt.
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ParisDer Europachef des US-Getränkekonzerns Coca-Cola hat Angaben der französischen Tochter über einen Investitionsstopp wegen der angekündigten „Cola-Steuer“ dementiert. Es handle sich um einen bedauerlichen „Kommunikationsfehler“, der „Verwirrung über das Engagement von Coca-Cola in Frankreich gestiftet“ habe, sagte Hubert Patricot am Donnerstagabend dem französischen Sender LCI. „Wir bestätigen unsere Investition“, sagte er in Bezug auf eine für kommendes Jahr geplante Investition in Höhe von 17 Millionen Euro im südfranzösischen Cola-Werk nahe Marseille.

Zugleich bekräftigte Patricot, dass Coca-Cola strikt gegen eine Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke sei. Diese stigmatisiere eine Kategorie von Getränken. Die französische Regierung hatte vor zwei Wochen einen umfassenden Sparplan vorgestellt, mit dem sie in den kommenden Jahren die Staatsschulden verringern will. Unter anderem will die konservative Regierung im kommenden Jahr eine Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke wie Coca-Cola einführen, die jährlich 120 Millionen Euro in die Staatskasse spülen soll.

Am Donnerstagmorgen hatte die französische Coca-Cola-Tochter erklärt, die geplante 17-Millionen-Euro-Investition im südfranzösischen Cola-Werk wegen der Steuer auf Eis zu legen. Coca-Cola beschäftigt in Frankreich an fünf Standorten insgesamt rund dreitausend Menschen. In Pennes-Mirabeau nahe Marseille im Süden des Landes arbeiten 203 Menschen für den Konzern, der nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren 45 Millionen Euro in das Werk investiert hat.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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