Nach Talfahrt: Anlagenbauer Dürr setzt sich höhere Ziele

Nach Talfahrt
Anlagenbauer Dürr setzt sich höhere Ziele

Der Anlagenbauer Dürr blickt zuversichtlich in die Zukunft. Laut Konzerangaben werde der Umsatz 2011 um mehr als 15 Prozent steigen. Grund für den Optimismus sind vor allem die guten Geschäfte der Autohersteller.
  • 0

Stuttgart. Der Anlagenbauer Dürr schraubt wegen der anhaltend starken Nachfrage der Autohersteller seine Geschäftsziele für das laufende Jahr hoch. Der Umsatz werde 2011 um mehr als 15 Prozent auf gut 1,45 Milliarden Euro steigen, stellte Dürr am Mittwoch in Aussicht. Noch stärker werde das Ergebnis klettern und damit einen Anstieg der operativen Marge auf 3,5 bis vier Prozent möglich machen. Bei einer rückläufigen Steuerquote werde auch das Ergebnis nach Steuern im laufenden Jahr wachsen.

Im vergangenen Jahr war Dürr nach längerer Talfahrt durch die Absatzkrise der Autobauer in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und hatte vor Steuern und Zinsen eine Rendite von 2,7 Prozent erwirtschaftet. Nach dem Ausfall der Dividende im Verlustjahr 2009 sollen die Aktionäre für 2010 wieder eine Ausschüttung von 30 Cent je Aktie erhalten. Für das laufende Jahr sei eine Ausschüttungsquote von 30 bis 40 Prozent das Ziel. Der in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart ansässige Konzern setzt vor allem auf anhaltend gute Geschäfte in den Schwellenländern, da die Autobauer dort ihre Produktionskapazitäten weiter ausbauen. "Auch 2011 bleiben die Schwellenländer, die zuletzt mit 60 Prozent zum Auftragseingang beitrugen, der wichtigste Wachstumstreiber für Dürr", sagte Vorstandschef Ralf Dieter. In den wachstumsstarken Ländern Brasilien, Indien und China ist bereits jeder vierte der gut 5900 Dürr-Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl werde zum Ende dieses Jahres die Schwelle von 6000 Beschäftigten überschritten haben, sagte Dieter.

Der Auftragsbestand des für seine Lackieranlagen und Montagetechnik bekannten Unternehmens lag zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2011 bei 1,36 Milliarden Euro. Damit ist der mit dem schwäbischen Eisenmann-Konzern sowie Taikisha aus Japan konkurrierende Dürr-Konzern rechnerisch für ein Jahr ausgelastet. Zusätzliche Geschäfte verspricht sich Dieter in den kommenden Jahren unter anderem durch Abluftreinigungstechnik und die Nutzung industrieller Abwärme. Dieses bisher noch kleine Geschäftsfeld solle in den kommenden Jahren auch durch Zukäufe wachsen und den Umsatz von zuletzt 70 Millionen Euro mehr als verdoppeln, sagte der Dürr-Chef.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach Talfahrt: Anlagenbauer Dürr setzt sich höhere Ziele"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%