Nach Tanker-Streit
US-Luftwaffe spricht mit Boeing und Northrop

Im Streit über die Vergabe eines 35 Milliarden schweren Tankflugzeug-Auftrags haben sich Vertreter der US-Luftwaffe mit den Chefs von Boeing und EADS-Partner Northrop Grumman zu Gesprächen getroffen.

HB WASHINGTON. Im Streit über die Vergabe eines 35 Milliarden schweren Tankflugzeug-Auftrags haben sich Vertreter der US-Luftwaffe mit den Chefs von Boeing und EADS-Partner Northrop Grumman zu Gesprächen getroffen. Dabei habe der Vize-Stabschef der Luftwaffe, General Duncan McNabb, seine Besorgnis über den giftigen Ton in dem Konflikt zum Ausdruck gebracht, hieß es am Montag aus Kreisen. Das Gespräch am Freitag sei jedoch höflich verlaufen. Von der Luftwaffe und den beiden Konzernen äußerte sich niemand.

Die US-Luftwaffe hatte den Zuschlag für den Bau von 179 Tankflugzeugen Ende Februar überraschend nicht Boeing erteilt, sondern der EADS und ihrem US-Partner Northrop. Die Entscheidung schlug in den USA bis in die Politik hinein hohe Wellen. Boeing beschwerte sich bei der US-Rechenschaftsbehörde.

Der US-Konzern schaltete zudem ganzseitige Zeitungsanzeigen in denen er die Entscheidung der Luftwaffe als „fehlerhaft aufgrund zahlloser Unregelmäßigkeiten“ bezeichnete. Ein Luftwaffen-Vertreter sprach von einer „richtig dreckigen“ Debatte. Nach Einschätzung von Verteidigungsexperten fürchtet die US-Luftwaffe, dass der derzeitige Ton im Streit ihr Verhältnis zu Boeing dauerhaft belasten könne.

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