Nach Treffen von Regierung und Gewerkschaft
Alitalia-Übernahme: Neuer Vorschlag für Air France angekündigt

Zur Rettung der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia will die Regierung in Rom Air France-KLM zur einer Rückkehr an den Verhandlungstisch bewegen. Dazu solle dem Weltmarktführer in der kommenden Woche ein neuer Vorschlag vorgelegt werden.

HB ROM. Das sagten Teilnehmer eines Treffens von Regierungs- und Gewerkschaftsvertretern am Donnerstag. Zugleich erhöhte die Regierung wenige Tage vor der vorgezogenen Parlamentswahl den Druck auf die Arbeitnehmervertreter. Die Übernahme-Offerte von Air France-KLM bleibe das einzige Angebot und die Gewerkschaften hätten eine letzte Chance zur Zustimmung, drohte Wirtschaftsstaatssekretär Enrico Letta vor dem Treffen.

Vor dem Parlamentsgebäude demonstrierten einige Hundert Alitalia -Mitarbeiter. Medienberichten zufolge schlossen sich einige Beschäftigte in den vergangenen Tagen zu Unterstützungsgruppen für das Air-France-Angebot zusammen und traten aus der Gewerkschaft aus.

Air France-KLM hatte die Übernahmegespräche wegen des Widerstands der Gewerkschaften abgebrochen, seine Pläne jedoch noch nicht endgültig begraben. Die französisch-niederländische Airline und die italienische Regierung fordern die Gewerkschaften zur Aufgabe ihres Widerstandes auf. Die drohende Pleite von Alitalia mit ihren 20 000 Beschäftigten ist auch zum Thema im italienischen Wahlkampf geworden: Der konservative Favorit Silvio Berlusconi hat sich für eine nationale Lösung ausgesprochen, während die amtierende Mitte-Links-Regierung in dem Angebot von Air France die einzige Möglichkeit sieht. In Italien wird am Sonntag und Montag gewählt.

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