Nach Übernahme durch Tesla
Grohmann-Chef soll sich mit Musk überworfen haben

Klaus Grohmann soll Insidern zufolge nach einem Streit mit dem Tesla-Chef Elon Musk von seinem Posten zurückgetreten sein. Zwischen den beiden Chefs habe es Unstimmigkeiten hinsichtlich künftiger Tesla-Projekte gegeben.
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DüsseldorfKlaus Grohmann, früherer Chef des vom Elektroautobauer Tesla übernommenen Maschinenbauers Grohmann, ist Insidern zufolge nach einem Zwist mit dem neuen US-Eigner von seinem Posten abgetreten. Grohmann habe sich mit Tesla-Chef Elon Musk überworfen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Grohmann habe nicht mit Forderungen Musks übereingestimmt, sich zum Nachteil bisheriger Stammkunden wie Daimler, BMW, Intel und Bosch auf Tesla-Projekte zu konzentrieren. Tesla habe den Manager nach der Übernahme des deutschen Unternehmens eigentlich behalten wollen - und auch Grohmann habe bleiben wollen. Dies habe sich nun aber erledigt. „Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr habe“, sagte Grohmann. Weiter wollte er sich nicht zu den Umständen seinen Abgangs äußern.

Ein Tesla-Sprecher sagte zum Rückzug Grohmanns, der Unternehmer habe eine „einzigartige Firma“ aufgebaut. Der 75-Jährige habe sich entschieden, mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten, um seinen Rückzug aus dem Unternehmen vorzubereiten. Angesichts der Konzentration auf Tesla-Projekte habe man gemeinsam entschieden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen sei.

Tesla hatte Grohmann im vergangenen Jahr übernommen und will den Anlagenbauer aus der Eifel zu einem Zentrum für automatisierte Fertigung ausbauen. Grohmann entwickelt und vertreibt entsprechende Anlagen, die Tesla für den Wandel zu einem Massenhersteller dringend benötigt. Noch in diesem Jahr soll der Verkauf des Mittelklassewagens Model 3 starten, die Produktion soll im Juli anlaufen. Bei den Plänen von Milliardär Musk für Teslas Aufstieg zu einem Volumenhersteller spielt das Model 3 eine zentrale Rolle. Seine Pläne für Grohmann hätten sich nicht verändert, sagten die Insider weiter. Die Management-Ebene unter Grohmann sei weiter an Bord.

Grohmanns Abgang hatte indes für Verunsicherung unter den Arbeitnehmern gesorgt. "Im November wurde uns noch gesagt, es bleibe alles beim Alten. Ende März waren wir überrascht zu hören, dass er in Ruhestand geht", hatte Betriebsratschef Uwe Herzig gesagt. Die IG Metall stritt zudem mit Tesla um die Einführung eines Tarifvertrags, dieser Zwist schien zuletzt aber entschärft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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