Nach überraschendem Rücktritt
VDA kürt am Montag den neuen Präsidenten

Der Verband der Deutschen (VDA) Automobilindustrie hat nach dem überraschenden Rücktritt von VDA-Präsident Bernd Gottschalk offensichtlich einen Nachfolger gefunden. Nach Informationen aus Verbandskreisen findet am kommenden Montag eine Sondersitzung von Vorstand und Präsidium statt.

mwb/zel FRANKFURT. „Es wird am Montag auf jeden Fall eine Entscheidung fallen“, hieß es in mit der Situation vertrauten Kreisen. Dabei gebe es einen Favoriten aus der Automobilindustrie. Die Zulieferindustrie, kommt wohl nicht zum Zug. Den auserkorenen Kandidaten kennt wohl nur ein kleiner Kreis von Personen. Aber es soll sich um eine langfristige Lösung an der Spitze des Verbandes handeln. Auch VDA-Präsident Bernd Gottschalk, der in die Suche nach einem Nachfolger eingebunden war, wollte sich gestern zu dem Kandidaten und zu dem Termin nicht äußern. Als Übergangslösung wurde immer wie Jürgen Hubbert gehandelt. Der Ex-Mercedes-Chef soll immer noch als Notlösung bereitstehen, falls der Favorit am Montag doch noch durchfallen sollte.

Als mögliche Kandidaten wurden zuletzt BMW-Aufsichtsratschef Joachim Milberg und Ford-Manager Wolfgang Schneider gehandelt, nachdem Ex-BMW-Chef Helmut Panke und der frühere VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder abgewunken hatten. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Nachfolger niemand der bisher Genannten sein wird. „Wir sind heilfroh, dass die Kandidaten für den Posten bisher nicht durch eine öffentliche Debatte verbrannt worden sind", sagte ein Automanager dem Handelsblatt. Der VDA-Präsident wird vom 18 Mitglieder zählenden Vorstand, dem Top-Manager der Autokonzerne und Zuliefererfirmen angehören, sowie dem Präsidium gewählt.

VDA-Boss Gottschalk hatte vor knapp zwei Wochen überraschend seinen Rückzug angekündigt, nachdem es in einem Magazinbericht geheißen hatte, ein Nachfolger werde bereits gesucht. Intern sei der Präsident allerdings nicht umstritten gewesen, heißt es.

Der Verband dringt auf eine rasche Nachfolgelösung, da man sich angesichts der C02-Debatte keine Hängepartie an der Spitze leisten kann. Vor Gottschalk hatte der VDA mit der ehemaligen Chefin des Kraftfahrtbundesamtes Erika Emmerich eine Vertreterin an seiner Spitz, die weder aus dem Lager der Hersteller noch der Zulieferer stammte. Vor allem offensive Fähigkeiten auf dem politischen Parkett dürften gefragt sein.

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