Nach Umsatzrekord
Koenig & Bauer erwartet gutes Jahr

Nach einem Umsatzrekord 2006 erwartet der weltweit drittgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) trotz schwankenden Auftragseingangs ein ähnlich gutes Jahr 2007.

dpa-afx WÜRZBURG. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Würzburg mitteilte, lag der Auftragsbestand zum Jahresende 2006 wegen der Krise der Printmedien mit 948,7 Mill. Euro um 8,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im zweiten Halbjahr 2007 sei nach wenigen Großprojekten zu Jahresbeginn aber wieder mit größeren Bestellungen zu rechnen. 2006 verzeichnete der Konzern einen Umsatzrekord von 1,74 Mrd. Euro, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Drittel des Umsatzes wurde von Tochtergesellschaften erwirtschaftet.

"Wir spüren seit sechs bis neun Monaten bei Großanlagen für Tageszeitungen einen Rückgang", sagte KBA-Vorstandschef Albrecht Bolza-Schünemann mit Blick auf den verhaltenen Auftragseingang zu Jahresbeginn. Vor allem der Umbruch auf dem nordamerikanischen Zeitungsmarkt trage zu dieser Entwicklung bei. Marketingchef Klaus Schmidt sagte, der Markt stagniere dort, weil Druckstandorte zusammengelegt würden. Wachstumsmarkt sei derzeit Osteuropa, insbesondere Polen, Russland und die Ukraine.

Probleme Beim Absatz VON Bogenmaschinen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat nach KBA-Angaben vor allem der Bereich Rollen- und Sondermaschinen maßgeblich zu einem erhöhten Konzerngewinn beigetragen. Der Jahresüberschuss konnte um mehr als 85 Prozent auf 34,3 Mill. Euro gesteigert werden. Probleme gebe es allerdings beim Absatz von Bogenmaschinen durch den hohen Preisdruck aus Asien. In diesem Segment sei das Unternehmen mit einem Betriebsergebnis von etwa fünf Mill. Euro nicht zufrieden. Für das laufende Jahr zeichne sich aber eine stabile Nachfrage ab.

Beim Absatz von Rollenmaschinen erwartet Bolza-Schünemann erst zur Jahresmitte wieder Großaufträge. "Das ist sehr schwierig für uns." In den ersten beiden Monaten 2007 sei eine deutliche Zurückhaltung der Kunden zu spüren, in größere Anlagen zu investieren. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich den Angaben zufolge durch die Einbeziehung eines von einer Tochterfirma übernommenen Unternehmens weltweit um rund 350 auf 8 300.

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