Nach Vereinbarung mit Lockheed Martin
EADS arbeitet mit Northrop Grumman zusammen

Der europäische Raumfahrtkonzern EADS will nach einem Deal mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin auch mit dessen Rivalen Northrop Grumman beim Bau von Raketenabwehrsystemen kooperieren.

HB FARNBOROUGH. Beide Firmen unterzeichneten am Donnerstag auf der britischen Luftfahrtschau in Farnborough eine entsprechende Absichtserklärung. EADS und Northrop Grumman wollten Geschäftsmöglichkeiten im wachsenden Markt von Raketenabwehrsystemen ausloten, hieß es. Angaben zum Geschäftsvolumen machten die beiden Konzerne nicht.

EADS hatte bereits am Dienstag in Farnborough eine ähnliche Vereinbarung mit Lockheed Martin getroffen. Das Geschäft mit Raketenabwehrsystemen gilt als lukrativ, allerdings müssen die Regierungen dafür die nötigen Gelder freigeben. Da die Machbarkeit eines geplanten Raketenabwehrschildes in den USA umstritten ist, fließen staatliche Gelder nicht leicht.

Für die Europäer ist eine solche Kooperation mit der US-Industrie aber ein wichtiger Schritt, um stärker auf dem amerikanischen Rüstungsmarkt Fuß zu fassen, wo ausländische Unternehmen bisher kaum Chancen haben. Größere transatlantische Kooperationen im Rüstungsgeschäft hat es zudem seit dem Irak- Krieg vor einem Jahr nicht gegeben, als es zwischen den USA und den Kriegsgegnern Deutschland und Frankreich zu großen Differenzen kam.

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