Nach VW-Machtkampf
Piëch bleibt im Porsche-Aufsichtsrat

Auch nach dem verlorenen Machtkampf bei VW bleibt Ferdinand Piëch offenbar im Aufsichtsrat der Porsche Holding – dem größten Anteilseigner von VW. Es gebe „keine Hinweise“, dass Piëch vorhabe, sein Mandat niederzulegen.
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Der als Aufsichtsratschef abgetretene VW-Patriarch Ferdinand Piëch will seinen Einfluss auf sein Lebenswerk offenbar wahren. Der 78-Jährige gehöre weiter dem Aufsichtsrat der Familienholding Porsche SE an, sagte ein Firmensprecher am Mittwoch. „Wir haben keine Hinweise, dass Herr Piëch sein Mandat niedergelegt hat.“

Die Porsche SE ist mit knapp 51 Prozent größter Eigner von Volkswagen. Piëch hält ein Aktienpaket von rund 13 Prozent an der Familienholding. Zuletzt war spekuliert worden, er könne sich von der Beteiligung trennen.

Piëch hatte am Samstag nach einem gut zweiwöchigen Machtkampf seinen Rücktritt als Aufsichtsratschef und von allen anderen Mandaten in dem weltumspannenden Autokonzern erklärt. Zuvor war er im engeren Führungszirkel mit dem Plan gescheitert, Konzernchef Martin Winterkorn aus dem Amt zu drängen, dem er Versäumnisse vorwirft.

Piëch hatte sich öffentlich von seinem Zögling Winterkorn distanziert und den Wolfsburger Autobauer damit in eine tiefe Führungskrise gestürzt. Nach seinem abrupten Abgang ist offen, wer Piëch an der Spitze des Kontrollgremiums folgen soll. Er hatte das Zwölf-Marken-Imperium mehr als zwei Jahrzehnte lang geprägt. Als möglicher Anwärter gilt Vorstandschef Winterkorn. Es wird aber auch über andere Kandidaten diskutiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach VW-Machtkampf: Piëch bleibt im Porsche-Aufsichtsrat"

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  • Man darf gespannt sein, wie es hier weiter geht.

    Ich habe allerdings gelernt, dass weder die Medien, noch gewisse Experten wirklich gewusst haben, was Piech wirklich vor hatte.

  • Jetzt haben die Gewerkschaften und das Land Niedersachsen die Macht im Hause VW und können ihre Verantwortung für 670.000 Arbeitnehmer wahrnehmen.

    Geht dies ein oder zwei Jahre gut?

    Piëch hat nicht nur das Alter aufzuhören sondern auch den Grund sich nicht vom Hof jagen zu lassen. Huber und Weil sind jetzt gefordert und haben kein Gebüsch mehr, hinter dem sie Deckung suchen könnten.

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