Nachahmerprodukte
Merck will mehr Geld in Biosimilars investieren

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck will im kommenden Jahr mehr Geld in die Entwicklung von Nachahmerprodukten für Biotecharzneien investieren. Zudem gibt es Bewegung an der Spitze des Unternehmens.
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Frankfurt/DüsseldorfDer Darmstädter Merck-Konzern will künftig mehr Geld in die Entwicklung von Nachahmerprodukten für Biotecharzneien stecken. Zusätzlich zu den bekannten 100 Millionen Euro sollten im nächsten Jahr 130 bis 150 Millionen Euro in die Erforschung sogenannter Biosimilars fließen, teilte Merck am Donnerstag mit.

Bisher befinden sich mehrere Biosimilars-Produkte in der frühen Phase I-Studie. 2015 und 2016 sollten zwei bis fünf klinische Studien der Phase III gestartet werden, hieß es bei Merck. Der Konzern teilte zudem mit, im Bereich Onkologie fortgeschrittene Gespräche über eine Partnerschaft beim Pipelinekandidaten Anti-PD-L1-Antikörper zu führen. „Wir wollen bis Jahresende eine Einigung erzielt haben“, erklärte Merck-Pharma-Chef Stefan Oschmann.

Merck stellt seinem Konzernlenker Karl-Ludwig Kley Vorstandsmitglied Stefan Oschmann zur Seite. Mit Wirkung um 1. Januar kommenden Jahres soll Oschmann stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung werden, wie der Darmstädter Konzern am Donnerstag mitteilte.

Der 57-Jährige werde Konzernchef Kley, der auch Verbandspräsident der chemischen Industrie ist, in dessen Zuständigkeiten vertreten. Beide sollen sich Aufgaben der strategischen Steuerung des Unternehmens teilen und es gegenüber Politik und internationalen Organisationen vertreten.

Die früheren Aufgaben Oschmanns werde Belén Garijo (54) übernehmen, die in die Geschäftsleitung aufsteigt. Garijo, die die biopharmazeutische Sparte Merck Serono aktuell verantwortet, wird damit die Verantwortung für den gesamten Pharma-Bereich übernehmen. Dieser umfasst neben Merck Serono auch Consumer Health, Allergy und Biosimilars.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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