Nachfolger von Utz Claassen
EnBW-Chef Villis erwartet höhere Strompreise

HB KARLSRUHE. „Es stehen enorme Ersatzinvestitionen an“, sagte Villis, der vor seinem Amtsantritt bei der EnBW Finanzvorstand von Eon in Schweden war. Er beklagte die hohe staatlich Abgabenlast auf den Strompreis, die bei 40 Prozent liege.

Der EnBW-Chef, der vor wenigen Tagen die Nachfolge von Utz Claassen angetreten hatte, warnte zugleich vor kostspieligen Folgen des Atomausstiegs. Man sei nicht kurzfristig in der Lage, in Deutschland entsprechende Ersatzkapazitäten zu schaffen. Man müsse über eine Verlängerung der Laufzeiten sprechen. Die Kernenergie sei eine sichere und beherrschbare Energieform. Villis betonte aber auch, dass die Energie Baden-Württemberg den bestehenden Vertrag zum Ausstieg aus der Atomenergie einhalten werde.

Der neue EnBW-Chef will bei dem drittgrößten deutschen Versorger auf Expansion setzen. Er sehe für die Billigmarke Yellow weiterhin gute Chancen, zu wachsen. Auch in Osteuropa gebe es die „ein oder andere Wachstumschance“. Genauere Angaben zur Strategie machte Villis nicht.

Er gehe davon aus, dass es in Europa in „einer Hand voll von Jahren“ nur noch wenige Energieversorgungsunternehmen geben werde. Die EnBW werde dazugehören. Aufsichtsrat-Chef Claus Dieter Hoffmann sagte, der Konzern müsse sich auf einen „verstärkten Wachstumskurs“ begeben.

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