Nachfrage aus China lässt Preise steigen
Stahlkonzern Corus hat die Verlustzone verlassen

Der britisch-niederländische Stahlkonzern Corus hat im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Zurückzuführen ist der Gewinnanstieg auf die gestiegenen Verkaufspreise.

HB LONDON. Das Unternehmen bezifferte den operativen Gewinn am Donnerstag mit 582 Millionen Pfund (rund 835 Millionen Euro) nach einem Verlust von 66 Millionen Pfund im Vorjahr. Nach Firmenangaben hatten von Corus befragte 13 Analysten im Schnitt sogar mit einem Gewinn von rund 600 Millionen Pfund gerechnet.

Grundsätzlich sei der Ausblick wegen der anhaltend hohen Preise positiv, erklärte Konzernchef Philippe Varin. Im ersten Halbjahr entspreche das Marktumfeld in etwa der Situation der vergangenen sechs Monate. „In der zweiten Jahreshälfte wird die Unsicherheit jedoch größer“, räumte Varin ein. Corus-Aktien eröffneten den Handel in London gegen den Markttrend mit einem Abschlag von 1,3 Prozent.

Der Umsatz des weltweit achtgrößten Stahlherstellers stieg 2004 auf 9,33 Milliarden Pfund von 7,95 Milliarden Pfund im Jahr zuvor. Auch andere Stahlhersteller haben 2004 wegen höherer Verkaufspreise deutliche Umsatz- und Gewinnzuwächse verbucht.

Die Preise waren unter anderem wegen einer starken Nachfrage aus China spürbar gestiegen. Der Corus-Konzern, der 1999 aus dem Zusammenschluss der niederländischen Hoogovens und der British Steel entstanden ist, profitierte zudem von jüngsten Kosteneinsparungen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen rund 13 000 Stellen gestrichen und Werke in Großbritannien geschlossen. Im ersten Halbjahr 2004 hatte Corus erstmals seit der Gründung einen Gewinn erzielt.

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