Nachfrage-Boom
Airbus-Rivale Boeing hebt Gewinnziel erneut an

Die Pannenserie beim Dreamliner ist vergessen, der Verlust eines Großauftrags in Japan auch: Boeing hat einen Auftragsbestand in Rekordhöhe. Der US-Flugzeugbauer hebt die Jahresprognose noch einmal an.
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New YorkDie boomende Flugzeug-Nachfrage stimmt Boeing optimistischer. Der Erzrivale des europäischen Airbus-Konzerns hob nach einem deutlichen Gewinnanstieg im dritten Quartal seine Jahresprognose erneut an. Rückschläge wie die Pannenserie beim Flaggschiff-Modell Dreamliner und der Verlust eines wichtigen Großauftrags in Japan treten in den Hintergrund. Konzernchef Jim McNerney verwies auf einen Auftragsbestand in Rekordhöhe.

An der Börse konnte Boeing damit durchstarten: Im vorbörslichen Handel legte die Aktie 1,7 Prozent zu.

Für das laufende Jahr rechnet das Management nach eigenen Angaben nun mit einem um Pensionskosten und andere Aufwendungen bereinigten Ergebnis von 6,50 bis 6,65 Dollar je Aktie, bislang hatte es 6,20 bis 6,40 Dollar angepeilt. Im abgelaufenen Vierteljahr stieg diese Gewinnzahl auf 1,80 von 1,55 Dollar vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf 22,13 Milliarden Dollar. 14 Prozent mehr Flugzeuge wurden ausgeliefert. Bereits nach dem zweiten Quartal hatte der Konzern seine Jahresprognose angehoben.

Boeing kommt wie Airbus zugute, dass viele Fluggesellschaften, die die Maschinen meist erst Jahre später bekommen, auf ein Ende der Wirtschaftsflaute und der europäischen Schuldenkrise setzen. Nach Schätzungen des Flugverbands IATA soll sowohl der Passagier- als auch der Frachtverkehr in den kommenden Jahren zulegen, vor allem in Asien. Hinzu kommt, dass sich viele Investoren bei der Suche nach hoher Rendite auf das einträgliche Verleihen von Flugzeugen stürzen.

Die Airbus-Mutter EADS legt am 14. November ihren Quartalsbericht vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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