Nachfrage eingebrochen
Zwangsurlaub für VW-Arbeiter in Brasilien

4200 Arbeiter im dreiwöchigen Zwangsurlaub: Der deutsche Volkswagen-Konzern musste nach einem Einbruch der Nachfrage 4200 Mitarbeiter in Brasilien nach Hause schicken. Die Begründung bleibt zunächst unkonkret.
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Sao PauloVolkswagen hat in seinem brasilianischen Werk Taubate 4200 Arbeiter in einen dreiwöchigen Zwangsurlaub geschickt. Wie ein Vertreter der Metallarbeiter-Gewerkschaft am Montag weiter mitteilte, wurde die Fertigung in dem zweitgrößten VW-Werk in Brasilien gestoppt. Dort werden der Verkaufsschlager VW Gol, die Stufenheckvariante Voyage und der VW Up hergestellt.

VW äußerte sich nicht konkret zur Lage in dem Werk. Das Unternehmen erklärte lediglich, es nutze flexible Methoden, um das Produktionsvolumen an den Marktbedarf anzupassen.

VW sieht sich in Brasilien mit einem drastischen Einbruch der Nachfrage konfrontiert. Auch der Export nach Argentinien ging zurück. Im Januar hatte VW bereits versucht, in einer anderen brasilianischen Fertigungsstätte bei Sao Paulo Arbeitsplätze abzubauen. Nach einen zehntägigen Streik der Beschäftigten dort nahm das Unternehmen die Entlassung von 800 Arbeitern aber zurück.

Von der dramatischen Lage am brasilianischen Automarkt sind auch andere Hersteller betroffen. Absatz und Fertigung gingen in den ersten zwei Monaten dieses Jahres um mehr als 20 Prozent zurück. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche fiel in den zwölf Monaten bis Februar um acht Prozent.

Im LKW-Werk von Mercedes-Benz in Sao Paulo wurden 244 Mitarbeiter entlassen. Ford Motor vereinbarte nach Gewerkschaftsangaben mit der Belegschaft in einem nahe gelegenen Werk ein freiwilliges Ausstiegsprogramm, um 400 bis 600 Stellen abzubauen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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