Nachfrage ist größer als die Kapazitäten: Thyssen-Krupp hebt den Stahlpreis an

Nachfrage ist größer als die Kapazitäten
Thyssen-Krupp hebt den Stahlpreis an

Der Stahlpreis steigt bei der hohen Nachfrage weiter. Jetzt kündigte Thyssen-Krupp eine Erhöhung an.

HB DÜSSELDORF. Der Mischkonzern Thyssen-Krupp hebt seine Preise pro Tonne Stahl um weitere 15 bis 30 Euro an.

„Wir werden die Preise zum 1. April erhöhen“, bestätigte am Donnerstag ein Sprecher von Thyssen-Krupp Steel einen Vorabbericht der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ). Das Blatt hatte sich auf Thyssen-Krupp-Steel-Vorstandsmitglied Jost Massenberg bezogen. Betroffen seien Warmband, Kaltband und beschichtete Bleche, sagte der Sprecher. Hier solle der Preis um 15 Euro je Tonne steigen, was einem prozentualen Plus von rund drei Prozent entspreche. Die Tonne Grobblech werde um 30 Euro teurer. Dies sei ein Plus von fünf Prozent.

Bereits im Januar hatte ein Konzernsprecher eine weitere Erhöhung der Stahlpreise zum April nicht ausgeschlossen, nachdem Thyssen-Krupp wie andere Stahlhersteller kurz zuvor die Stahlpreise erneut angehoben hatte. Konzernchef Ekkehard Schulz hatte gesagt, dass angesichts der starken chinesischen Nachfrage mit weiteren Preissteigerungen beim Stahl zu rechnen sei. Für 2005 erwarte er einen Anstieg der Weltstahlerzeugung um fünf Prozent auf 1,1 Milliarden Tonnen.

„Wir können nach wie vor nicht alle Aufträge unserer Kunden erfüllen“, sagte Massenberg der WAZ. 300 000 bis 400 000 Tonnen könnten noch zusätzlich produziert werden, wenn es genügend Produktionskapazitäten gäbe. Die vorhandenen Aufträge würden die Anlagen bereits für 4,5 Monate auslasten.

Vor allem dank seines florierenden Stahlgeschäfts hatte Thyssen-Krupp im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2004/05 den Vorsteuergewinn mehr als verdoppelt und seine Gewinnprognose erhöht.

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