Nachfrage nach Explosivstoffen
Wasag steigert Umsatz und Gewinn

Der norddeutsche Spezialchemieproduzent H&R Wasag hat im ersten Halbjahr 2004 sein Vorsteuerergebnis gesteigert. Besonders die anziehende Nachfrage nach Explosivstoffen hat das Geschäft belebt.

HB FRANKFURT. Trotz des gestiegenen Rohölpreises bekräftigte das im Kleinwertesegment SDax gelistete Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr. „Wenn jetzt keine weiteren außerordentlichen Belastungen mehr eintreten, werden wir das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um über 30 % steigern und damit unser Gewinnziel erreichen“, sagte Wasag-Vorstandschef Horst Hollstein am Dienstag. In den ersten sechs Monaten sei der Umsatz auf 217,9 von 99 Mill. € im Jahr zuvor angestiegen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Salzbergen mit. Der Gewinn vor Ertragssteuern sei im Berichtszeitraum auf 4,7 (3,1) Mill. € geklettert. Den vollständigen Bericht zum zweiten Quartal wird das Unternehmen voraussichtlich am 13. August veröffentlichen.

„Mit Beginn des Frühjahrs stieg die Nachfrage nach Industriesprengstoffen und Dienstleistungen in diesem Bereich erwartungsgemäß deutlich an“, gab das Unternehmen bekannt. In der Sparte chemisch-pharmazeutische Rohstoffe sei die Entwicklung dagegen durch den schwankenden Rohölpreis beeinflusst. „Wir erwartet stand das zweite Quartal im Zeichen eines extrem volatilen Rohstoffmarktes, wir haben unsere Preise inzwischen aber an das gestiegene Preisniveau angepasst“, sagte Hollstein. Die Wasag-Aktie lag am frühen Nachmittag in einem moderat freundlichen Marktumfeld zwei Prozent im Minus auf rund 9,45 €.

Die H&R Wasag AG hatte 2003 mit Spezialprodukten auf Rohölbasis für die chemische und pharmazeutische Industrie, Weichkunststoffen sowie Industriesprengstoff einen Konzernumsatz von 211 Mill. € und ein Vorsteuerergebnis von 10,6 Mill. € erzielt. Im laufenden Jahr soll sich der Umsatz durch die Übernahme von Spezialchemie-Aktivitäten des Mineralölkonzerns BP auf über 470 Mill. € mehr als verdoppeln, bestätigte das Unternehmen am Dienstag. Beim Vorsteuergewinn werden 14 (Vorjahr: 10,6) Mill. € angepeilt.

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