Nachfrage normalisiert sich auf hohem Niveau
Wachstum im Maschinenbau schwächt sich weiter ab

Das Wachstum im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich im Oktober weiter abgeschwächt. Vor allem die Inlandsaufträge legten nur noch leicht zu, weshalb die Branche weiter vor allem auf Auslandsorders setzt.

HB DÜSSELDORF. Im Oktober stiegen die Auftragseingänge nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) nur noch um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Inland zogen die Auftragseingänge um zwei Prozent an, im Ausland immerhin noch um fünf Prozent. Im September hatte das Gesamtplus noch neun Prozent betragen, die meisten Monate in diesem Jahr war es zweistellig gewesen. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich August bis Oktober ergebe sich ein Auftrags-Plus von elf Prozent, wobei die Inlandsaufträge um sieben Prozent und die Auslandsorders um 13 Prozent zulegten, teilte der VDMA am Dienstag mit.

Der Verband wertete die jüngsten Zahlen als Anzeichen für eine „Normalisierung der Nachfrage auf hohem Niveau“. Es wäre aber verfrüht, daraus ein Abschwungszenario abzuleiten, erläuterte Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Vielmehr sollte die Exportnachfrage noch einige Zeit entscheidende Impulse geben“, sagte er.

Gegenwind bekommen die deutschen Maschinenexporteure vom starken Euro, der ihre Produkte im Ausland verteuert. „Das bremst schon“, meinte Wiechers. Ihre eigene Jahresprognose eines Produktionswachstums von fünf Prozent in diesem Jahr haben die Maschinenbauer nach Wiechers Worten bereits im Oktober erreicht. Für das nächste Jahr erwartet der Verband ein Produktionswachstum von drei Prozent.

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