Nachfrage steigt
Stahlindustrie für 2004 positiv eingestellt

Optimismus macht sich in der deutschen Stahlindustrie breit. Die steigende Nachfrage von wichtigen Kunden wie der Automobilindustrie lässt das Jahr 2004 in neuem Glanz erscheinen.

HB DÜSSELDORF. Für das kommende Jahr werde eine nahezu unveränderte Rohstahlproduktion von rund 45 Mill. Tonnen erwartet, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, am Donnerstag in Düsseldorf. „In den kommenden Monaten rechnen wir mit einer Festigung der Stahlkonjunktur in Deutschland“. Die Beschäftigtenzahl von rund 98 000 werde sich jedoch nicht erhöhen.

„Die Zeiten, in denen das Wort Krise häufig in Verbindung mit Stahl verwendet wurde, sind vorbei“, sagte Ameling. Mit einem Boom könne die Branche derzeit jedoch noch nicht rechnen. Neben der erwarteten Belebung der Weltkonjunktur rechne die Branche im kommenden Jahr auch mit einem Produktionsplus von zwei Prozent bei der stahlverarbeitenden Industrie in Deutschland. „Die Kurven zeigen in den letzten Monaten nach oben“, sagte Ameling. Weltweit werde vor allem der anhaltende Stahl-Boom in China für einen kräftigen Anstieg der Rohstahlproduktion von derzeit 960 Mill. Tonnen auf voraussichtlich über eine Milliarde Tonnen im kommenden Jahr sorgen.

Die Produktion der deutschen Stahlkocher war im laufenden Jahr mit 44,9 Mill. Tonnen im Vergleich zum Vorjahr um rund 100 000 Tonnen leicht zurückgegangen. Die Beschäftigtenzahl wurde um rund 600 auf derzeit rund 98 000 Mitarbeiter weiter abgebaut. Auch im kommenden Jahr werde diese Zahl „nicht nennenswert weiter absinken“, meinte Ameling. Es werde aber auch nicht zu einem erneuten Aufbau der Belegschaften kommen.

Durch kräftig gestiegene Rohstoffpreise und „nahezu explodierte“ Frachtraten müssten sich die Kunden der deutschen Stahlkocher auf kräftig steigende Preise einstellen. So werde sich etwa der Preis einer Tonne der gängigsten Stahlsorte Warmbreitband um mindestens 20 € auf 320 € erhöhen. Für den Endverbraucher werde dies jedoch in der Regel keine nennenswerten Auswirkungen haben, da der Anteil des Stahls am Preis des Endprodukts immer noch vergleichsweise gering sei.

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