Nachfrage verschiebt sich
Chrysler reagiert auf Absatzschwäche in den USA

Der Autohersteller Chrysler hat nach dem Führungswechsel im US-Vertrieb in der Modellpalette erste Konsequenzen aus seiner Absatzschwäche in den USA gezogen.

HB PORTLAND. Die US-Sparte des Autokonzerns Daimler-Chrysler ordnet angesichts der hohen Benzinpreise in den USA ihr Fahrzeugangebot neu und bietet künftig verstärkt sparsamere Motoren an. Der Autobauer werde bis Ende 2006 zwei weitere Modelle mit Vierzylinder-Motoren auf den Markt bringen, sagte Chrysler-Chef Tom LaSorda. Bisher verfügt Chrysler nur über vier Fahrzeugtypen mit solcher Motorisierung.

Die Neujustierung kommt wenige Tage nach einem massiven Umbau im Vertrieb des Herstellers. Überraschend hatte Chrysler US-Verkaufschef Gary Dilts und seinen Stellvertreter Raymond Fisher zum 1.Juli in den Ruhestand geschickt. Nachfolger werden Steven Landry, bisher Chef von Chrysler Canada, und Michael Manley. Sie unterstehen Chryslers Verkaufschef Joe Eberhardt. Der Wechsel vollzieht sich vor dem Hintergrund rückläufiger Verkaufszahlen, kostspieliger Rabatte sowie hoher Lagerbestände für viele Modelle von Chrysler.

Nach zwei profitablen Jahren mit erfolgreichen Modellen, steigenden Absatzzahlen und wachsenden Marktanteilen fährt Chrysler seit Anfang dieses Jahres im Rückwärtsgang. Der US-Absatz war im Mai gegenüber dem entsprechenden Monat des Vorjahres um 14 Prozent auf 139 293 Autos geschrumpft. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus im heimischen Markt auf drei Prozent. Obwohl Chrysler von den drei großen US-Marken derzeit im Schnitt die höchsten Nachlässe pro Fahrzeug gibt, staute sich Ende Mai zudem eine Halde von fast 600 000 unverkauften Autos der Marken Chrysler, Dodge und Jeep bei den Händlern. Chrysler bekommt damit ebenso wie seine US-Konkurrenz das veränderte Kaufverhalten angesichts der hohen Benzinpreise in den USA zu spüren.

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