Nachfragerückgang
Krise stellt Einsatz von Airbus A380 infrage

Die Wirtschaftskrise droht den Erfolg des doppelstöckigen Airbus A380 zu gefährden. Die Fluggesellschaft Emirates hat bereits angekündigt, zwei der Riesenflieger von der Strecke New York - Dubai abzuziehen, da sich der Einsatz mangels Nachfrage dort nicht mehr lohnt. Analysten fürchten nun, dass die A380 mit ihren großen Kapazitäten direkt in das Nachfrageloch hineinfliegt.

PARIS. Die Strecke von Dubai nach New York will Emirates ab dem 1. Juni statt mit einem Airbus A380 mit einer Boeing 777 bedienen, die rund 150 Sitzplätze weniger hat.

Die beiden frei werdenden A380 will Emirates ab Juni auf den Strecken von Dubai nach Toronto beziehungsweise nach Bangkok einsetzen. "Diese Umschichtung der Flugzeuge ist ausschließlich auf die Änderung der Nachfrage in diesen drei Märkten zurückzuführen", sagte ein Emirates-Sprecher. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt Emirates auch, die Lieferung von einigen der 54 noch bestellten A380 nach hinten zu verschieben. Der Emirates-Sprecher wollten den Bericht nicht kommentieren.

Analysten fürchten nun, dass die A380 mit ihren großen Kapazitäten direkt in das Nachfrageloch hineinfliegt. "Damit der Einsatz einer A380 Sinn ergibt, braucht eine Airline auf einer Strecke sowohl Volumen als auch häufige Einsätze", sagte Yan Derocles, Analyst des Broker Oddo.

Auch die indische Kingfisher Airlines hat laut Bloomberg die Erstauslieferung seiner A380 von 2012 auf 2014 verschoben. Air France erklärte, von den zwölf bestellten A380 die Nummer sechs und sieben zu einem späteren Zeitpunkt bekommen zu wollen. Wie es in Konzernkreisen heißt, hat die Airline Probleme, das Geld für den Supervogel zusammen zu bekommen. Die Lufthansa rechnet damit, dass ihre beiden ersten A380 statt im Dezember erst Anfang 2010 geliefert werden.

Airbus spielt die Probleme herunter: "Wir sind überzeugt, dass die A380 nun genau zum richtigen Zeitpunkt kommt", sagte ein Sprecher. Denn dank seiner hohen Kapazität von 525 Sitzen erlaube es der Riesenflieger, zwei Flüge mit kleineren Maschinen zu einem Flug zusammenzulegen und damit Treibstoff und Betriebskosten zu sparen. Laut Airbus liegen die Betriebskosten der A380 pro Sitz und Kilometer um 20 Prozent unter jenen des bisher größten Passagierflugzeugs, Boeings Jumbojet 747.

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