Nachfragerückgang
Maschinenbau spürt Konjunkturschwäche

Die deutschen Maschinenbauer haben in den vergangenen Jahren aus dem Vollen geschöpft. Doch Deutschlands Vorzeigebranche spürt im Zuge der Konjunkturabschwächung mittlerweile einen Rückgang der Nachfrage.

HB HEIDELBERG. Die Nachfrage nach Technik "Made in Germany" war teilweise so groß, dass die zumeist mittelständischen Betriebe sogar Bestellungen zurückweisen mussten. Kamen die Mitarbeiter bis Anfang des Jahres mit der Produktion kaum hinterher, könnte es demnächst etwas ruhiger in den Werkshallen werden.

Den dritten Monat in Folge orderten vor allem die ausländischen Kunden weniger Maschinen; um acht Prozent sanken die Bestellungen im Juli. Die Abkühlung der Weltwirtschaft hat damit auch Deutschlands Vorzeigebranche erreicht.

Der Chef des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck, Bernhard Schreier, hat diesen Trend früh vorausgeahnt. Sein Unternehmen leidet schon seit dem vergangenen Jahr unter einem rückläufigen Geschäft. Zuletzt schrieb der Weltmarktführer sogar rote Zahlen. "Unsere Kunden hängen am Tropf des Werbemarktes", sagt Schreier.

Und die Werbung sei immer das erste, was in einer Zeit der Konjunkturschwäche in den Betrieben heruntergefahren wird. "Unsere Zyklizität ist ein ganz klares Konjunkturbarometer. Und so, wie sich Heidelberg jetzt entwickelt hat, wird sich auch der ganze Maschinenbau entwickeln", hatte der Manager jüngst analysiert.

Von Umsatzeinbrüchen und Verlusten sind die Hersteller von Werkzeugmaschinen, Pumpen oder Robotern allerdings noch weit entfernt. Die Auftragsbücher sind dank des guten Jahresstarts weiterhin voll. Keiner der großen börsennotierten Maschinenbauer hat bislang seine Ziele gesenkt.

Und auch der Branchenverband VDMA sieht die Produktion bis zum Jahresende unverändert um fünf Prozent wachsen. Der Rückgang sei nicht dramatisch, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Es sei vielmehr eine Normalisierung eingetreten. "Wir haben vier sehr gute Jahre hinter uns."

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