Nachfrageschwund: Kranhersteller Palfinger stagniert beim Gewinn

Nachfrageschwund
Kranhersteller Palfinger stagniert beim Gewinn

Der österreichische Kranhersteller hat den höchsten Umsatz seiner Firmengeschichte, beim operativen Gewinn gab es jedoch keine Verbesserung. Das Management begründet dies mit der Verschiebung in Märkte außerhalb Europas.
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WienDer österreichische Kranhersteller Palfinger hat sich der Nachfrageschwäche auf dem europäischen Markt im vergangenen Jahr teilweise entziehen können. Durch Wachstum in Amerika und Russland sei der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt worden, während der operative Gewinn (Ebit) so gut wie stagnierte. An die Aktionäre soll eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,38 Euro je Aktie gezahlt werden, gab Palfinger am Montag bekannt. Für das laufende Jahr kündigten die Salzburger ein leichtes Umsatzplus an, wobei das Wachstum erneut außerhalb Europas erwartet werde.

2012 stiegen die Erlöse um 10,6 Prozent auf 935,2 Millionen Euro, während der Betriebsgewinn mit 68,5 (Vorjahr: 67,9) Millionen Euro minimal über dem Vorjahr lag. Die Rentabilität (Ebit-Marge) sank auf 7,3 Prozent, nach acht Prozent im Vorjahr. Palfinger begründete dies mit der Umsatzverschiebung in Richtung der Märkte außerhalb Europas. Da sich diese Märkte nach wie vor in einer Aufbauphase befänden, verdiene die Firma dort noch nicht so viel Geld wie auf den etablierten Märkten in Europa.

Die Österreicher sind vor allem für die auf Lkw montierten Krane mit Knickarm bekannt. Mit diesem Produkt ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von 35 Prozent Weltmarktführer.

Einen zusätzlichen Wachstumsschub erwartet das mehrheitlich im Familienbesitz stehende Unternehmen von den Aktivitäten in China. Dort hat Palfinger ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem dortigen Bauriesen Sany Heavy Industries gegründet. Der Markt für Knickarm- und Teleskopkrane werde dort bis 2017 auf 30.000 von 7.000 Stück im Jahr 2010 steigen, prognostiziert die österreichische Firma, die in China einen Marktanteil von 30 Prozent anstrebt. Damit soll China in fünf Jahren der mit Abstand größte Einzelmarkt für das Unternehmen sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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