Nachgefragt: Fanny Milstrey, Leiterin des Category Managements bei Bahlsen in Hannover
„Wir halten Eigenmarken auf Abstand“

Fanny Milstrey, Leiterin des Category Managements bei Bahlsen in Hannover, sieht die Markenartikel vor einem Comeback.

Frau Milstrey, kehren die Markenartikel in den Lebensmittelhandel zurück?

Eindeutig ja. Selbst bei den Discountern nimmt der Umsatzanteil der No-Names inzwischen ab. Nur bei Aldi wächst ihr Anteil noch, allerdings langsamer als bisher.

Sie bieten den Handelsunternehmen an, in deren Supermärkten die gesamte Warengruppe Süßgebäck neu zu ordnen – einschließlich Ihrer eigenen Konkurrenzprodukte. Machen die Einzelhändler dabei mit?

Wir stellen den Händlern unsere Vorschläge zur Diskussion, untermauern sie aber mit umfangreichen Marktstudien. Unsere Frage ist dabei stets: Was möchte der Kunde? Je länger unsere Zusammenarbeit dauert, desto mehr gehen die Handelseinkäufer auf unsere Empfehlungen ein.

Was machen die meisten Händler bei der Sortimentsplanung denn falsch?

Oft listen sie zu viele Artikel, weil ihnen die Hersteller dafür Vergütungen versprechen. Für Top-Produkte, die im Focus der Verbraucher stehen, bleibt dann zu wenig Platz im Regal.

Was tun Sie, um in den Focus der Verbraucher zu gelangen?

Unser diesjähriger Etat für Werbung und Promotion liegt bei 32 Mill. Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 30 % gegenüber dem Vorjahr.

Reicht das, um die No-Names abzuhängen?

Nein. Wir setzen zudem auf ein Feuerwerk von Neuheiten – acht bis zehn Innovationen waren es allein in diesem Jahr. Dadurch halten wir die Anbieter von Eigenmarken auf Abstand. Oft brauchen diese zwei Jahre oder mehr, um unsere Neuentwicklungen zu kopieren.

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