Nachgefragt
„Hotmail ist das Beispiel für Erfolg“

Das Handelsblatt im Gespräch mit Emanuel Rosen, der in seinem Buch "Netzgeflüster" beschrieben hat, wie Mundpropaganda wirkt.

Herr Rosen, viele Unternehmen setzen beim so genannten viralen Marketing auf Mundpropaganda. Für welche Produkte und Branchen kann man diese einsetzen?

Entscheidend ist, dass die Leute Interesse an einem Produkt haben. Kein Mensch redet über Büroklammern oder Aschenbecher. Beim Autokauf dagegen hört man auf den Rat seiner Freunde, weil das eine wichtige Entscheidung ist. Auch bei Unterhaltungselektronik, Büchern und CDs kann es funktionieren. Weil man bei den vielen Neuheiten schwer den Überblick behält. Da fragt man Bekannte, die sich auskennen.

Welche Kampagne ist Ihrer Ansicht nach besonders gelungen?

Der Klassiker in diesem Bereich ist immer noch Hotmail und zwar weil es niemand geplant hat. Zwei Programmierer entschlossen sich 1996 einen kostenlosen E-Mail-Service aufzubauen, wo es am Ende jeder Mail hieß „Get your free e-mail at Hotmail.com“. Anderthalb Jahre später hatten sie zwölf Millionen Nutzer.

Die Fragen stellte Gerti Schön.

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