Nachgefragt: Walter Hohlefelder
Hohlefelder: „Die Debatte ist sachlicher geworden“

Weltweit wird wieder mehr über die Zukunft der Kernenergie nachgedacht. Das Handelsblatt im Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Atomforums Walter Hohlefelder über neue Chancen der Kernkraft in Deutschland.

Handelsblatt: Herr Hohlefelder, steht die Kernkraft vor einem Comeback?

Hohlfelder: In der Tat wird weltweit wieder mehr über die Zukunft der Kernenergie nachgedacht. In Asien und Russland stand sie eh nie in Frage. Aber auch im Westen kommt die Diskussion in Gang.

Woran liegt das?


Das hängt mit den Debatten um Emissionshandel und Versorgungssicherheit zusammen. Vor allem der Irakkrieg und die steigenden Öl- und Kohlepreise haben die Frage neu aufgeworfen.

Wird Kernkraft in Deutschland eine neue Chance bekommen?


Auch hier hat sich die politische Diskussion versachlicht und ist ruhiger geworden. Welche Folgen das haben wird, lässt sich aber nicht sagen. Wir als Energieversorger stehen zur Verständigung über den Atomausstieg und fühlen uns daran gebunden.

Halten sie die politische Debatte denn für hilfreich?


Ja, die Politik muss die Frage beantworten, wie die Alternativen zur Kernenergie aussehen sollen. Bis heute ist ihr das nicht gelungen.

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