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Nachhaltigkeits-Ranking: Die 20 größten Sünder

Ein gutes Image kann für ein Unternehmen bares Geld bedeuten. In einer Studie beurteilen Konsumenten, welche Konzerne sie für ökologisch nachhaltig und sozial halten. Wir zeigen, wer den schlechtesten Ruf hat.

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Platz 82

2008 wurde bekannt, dass die Firma Müller Landwirte unter Druck dazu bewegen wollte, die Milcherzeugergenossenschaft zu verlassen. Die Bauern, die die Proteste dagegen anführten, wurde der Milchabnahmevertrag gekündigt.

Greenpeace wirft dem Unternehmen vor, dass einige Lieferanten genetisch verändertes Soja an ihre Tiere verfüttern. Bei Protesten vor der Konzernzentrale kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen - auch mit Firmeninhaber Theo Müller, der eine Strafe von 45.000 Euro zahlen musste.

Auch politisch sorgt das Unternehmen für Aufsehen. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass Theo Müller Geld an die rechtsextreme NPD spendet. Das wurde jedoch immer - nicht zuletzt mit Verweis auf Müllers Mitgliedschaft in der CSU - dementiert.

Der BUND kritisierte in einer Studie, dass das Unternehmen Arbeitsplätze in ein neues Werk verlagerte und dafür Fördermittel der EU und vom Land Sachsen in Höhe von 70 Millionen Euro erhielt - dabei aber andere Werke schloss und insgesamt Stellen abbaute. Bei den Verbrauchern kommt das nicht gut an - die Molkerei landet auf Platz 82 im Nachhaltigkeits-Ranking.

Bild: ap