Nachwehen des Daewoo-Zusammenbruchs
Chinesen investieren in Koreas Autobauer

Der südkoreanische Geländewagenspezialist Ssang-Yong Motor wird vermutlich künftig chinesische Eigentümer erhalten. Die staatliche chinesische Chemie-Gruppe National Blue Star Group hat das Exklusivrecht zur Übernahme erworben.

HB SEOUL. Nach einem mehrwöchigen Bieterverfahren unterzeichnete Blue Star am Montag in Seoul mit den Gläubigern von Ssang-Yong eine Absichtserklärung über den Erwerb einer 55-Prozent-Beteiligung am viertgrößten koreanischen Autohersteller. An dem stark verschuldeten Autobauer war auch der weltgrößte Autokonzern General Motors aus den USA und andere internationale Unternehmen interessiert. Über die finanziellen Einzelheiten wurde am Montag nichts bekannt.

Blue Star wird bis zum Ende des nächsten Monats die Möglichkeit einer gründlichen Unternehmensbewertung bei Ssang-Yong Motor Co gewährt, an deren Ende der Übernahmepreis festgelegt werden soll. Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap hatte die chinesische Gruppe 11 000 Won je Anteil, oder 650 Milliarden Won (knapp 445 Mill. Euro), für die Mehrheitsbeteiligung an Ssang-Yong geboten.

Blue Star, nach eigenen Angaben größter Produzent von Industriereinigern in China, hatte mitgeteilt, dass es mehr als eine Milliarde Dollar in die Fertigungsanlagen von Ssang-Yong und in den Bereich Forschung und Technik sowie in das eigene Autoreparaturnetzwerk der Gruppe investieren wolle. Ssang-Yong befindet sich seit der Trennung vom zusammengebrochenen Daewoo- Konzern Ende 1999 unter Kontrolle seiner Gläubiger.

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