Nähmaschinen
Pfaff: Insolvenzverfahren eröffnet

Eine Industrie-Ikone steht vor ihrem Ende: Das Amtsgericht Kaiserslautern hat das Insolvenzverfahren bei Nähmaschinen-Hersteller Pfaff eröffnet. Damit hat die "Verwertungsphase" begonnen.

HB KAISERSLAUTERN. Das Amtsgericht Kaiserslautern hat das Insolvenzverfahren über den Industrienähmaschinen-Hersteller Pfaff eröffnet. Einen entsprechenden Bericht des Südwestrundfunks (SWR) bestätigte Insolvenzrichter Jochen Waltenberger am Freitag. Zum Insolvenzverwalter wurde der Kaiserslauterer Rechtsanwalt Paul Wieschemann ernannt. Er war bereits vorläufiger Insolvenzverwalter gewesen. Nach seinen Angaben werden Verhandlungen „mit vier potenziellen strategischen Investoren“ geführt. „Die Gespräche werden ab kommender Woche fortgesetzt“, teilte er am Freitag mit.

Der Geschäftsbetrieb der Pfaff Industrie Maschinen AG wird nach Angaben des Insolvenzverwalters bis auf weiteres fortgeführt. Wieschemann wies allerdings darauf hin, dass „aufgrund der aktuellen Marktsituation“ für den Januar Kurzarbeit angemeldet wurde. Sie gilt für alle 400 Beschäftigten. Ohne diese Maßnahme hätten bereits Arbeitskräfte entlassen werden müssen, sagte Insolvenzrichter Waltenberger. Das auf den Bau von Industrienähmaschinen und Schweißmaschinen spezialisierte Traditionsunternehmen hatte im September Insolvenzantrag gestellt, weil ihm das Geld ausgegangen war.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt die „Verwertungsphase“, in der es um einen möglichen Verkauf des Unternehmens und die Anmeldung von Forderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter geht. Ein Termin für eine erste Gläubigerversammlung stehe noch nicht fest, sagte der Insolvenzrichter.

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