Nahrungsmittel
Kamps expandiert weiter

Die Backfilialen-Sparte der Kamps AG sucht sich einen neuen Partner und erhöht die Zahl seiner Standorte. Damit scheint die Zerschlagung von Kamps Bakeries und der Verkauf von einzelnen Kamps-Teilen an regionale Großbäcker unwahrscheinlich geworden zu sein.

HAMBURG. Die Backfilialen-Sparte der Düsseldorfer Kamps AG baut die Zahl ihrer Standorte aus. Zu diesem Zweck ist Kamps Bakeries eine strategische Partnerschaft mit SSP Deutschland, einem Betreiber gastronomischer Betriebe an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnraststätten, eingegangen. Dies gaben die Unternehmen auf der Internorga, der größten deutschen Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie, in Hamburg bekannt. Die Partnerschaft umfasst 25 gemeinsame Standorte in den nächsten drei Jahren, von denen zwölf bereits in diesem Jahr realisiert werden sollen. Die erste gemeinsam betriebene Filiale öffnet am 13. März im Berliner Bahnhof Zoo ihre Pforten.

Die in Eschborn im Taunus beheimatete SSP Deutschland GmbH, die aus der einstigen Bahn -Tochter Mitropa hervorgegangen ist, lag im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 136 Mill. Euro auf Rang zwölf der deutschen Gastronomie-Ketten.

Außer dem Neugeschäft mit Kamps betreibt SSP bisher zahlreiche Franchisebetriebe beispielsweise der Fastfood-Kette "Burger King" und des Fischspezialisten "Gosch" in eigener Regie. Weltweit unterhält SSP in 28 Ländern mehr als 2 000 Gastronomiebetriebe und Shops. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr (30.9.2007) international einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro. Partner Kamps Bakeries kam nach eignenen Angaben zuletzt mit 922 Filialen auf einen Jahresumsatz von rund 300 Mill. Euro.

"Wir vertrauen auf die Stärke der Marke Kamps und benennen deshalb unsere Back-Frisch-Standorte nach und nach in Kamps um", berichtet SSP-Deutschland-Geschäftsführer Johann Weinzettl. Daran, dass der Kamps-Eigentümer, der italienische Nudelhersteller Barilla, die Kamps-Filialen zum Verkauf gestellt hat, nimmt Weinzettl keinen Anstoß. "Wir haben selbst bisher dreimal den Eigentümer gewechselt", erläutert Weinzettl, dessen Unternehmen zuletzt von der britischen Compass Groupan einen Finanzinvestor verkauft wurde.

Nach Ansicht von Branchenkennern wird durch den Ausbau des Markengeschäftes zumindest eine mögliche Zukunftsoption für Kamps Bakeries äußerst unwahrscheinlich: die Zerschlagung und der Verkauf von einzelnen Kamps-Teilen an regionale Großbäcker.

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