Nahrungsmittelkonzern
Starker Franken belastet Nestlé-Umsatz

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat im ersten Quartal 2008 einen Umsatzrückgang von 2,1 Prozent auf 25,2 Mrd. Franken (16,7 Mrd. Euro) verzeichnet und damit die Analystenerwartungen verfehlt. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 26 Mrd. Franken gerechnet.

HB ZÜRICH. Dank starker Nachfrage aus Entwicklungsländern zeigt sich der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle in der Wirtschaftskrise stabil. Im ersten Quartal lag das organische Umsatzwachstum, das Wechselkurs- und Akquisitionseffekte ausschließt, bei 3,8 Prozent, wie Nestle am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit 3,7 Prozent gerechnet.

Getragen wurde die Nachfrage vor allem von Umsätzen in den Entwicklungsländern, die im ersten Quartal ein organisches Umsatzplus von sieben Prozent zeigten. Lediglich um zwei Prozent wuchsen dagegen die etablierten Märkte in den Industrieländern. Hier machte dem Hersteller von Maggi-Suppen, Mövenpick-Eis und Kitkat-Schokoriegeln vor allem der späte Beginn der Speise-Eissaision und die gedämpfte Verbrauchernachfrage zu schaffen.

Nestle will sein Wachstum in Zeiten der Konjunkturflaute mit preiswerten Produkten hochhalten. „Der Trend deutet ganz klar auf ein verstärktes zuhause essen hin“, erklärte Nestle-Investorrelations-Chef Roddy Child-Villiers in einer Telefonkonferenz. Dies wirke sich vor allem positiv auf Schokoladenverkäufe aus, aber auch Tiefkühlpizzas seien gefragt, sagte Child-Villiers.

Im ersten Quartal litt der Absatz von Schokolade vor allem unter dem späteren Osterfest, somit fallen die Umsätze mit Schoko-Ostereiern überwiegend erst im zweiten Quartal an. Nach wie vor schwach zeigten sich die Mineralwasserverkäufe, die erneut um 2,5 Prozent fielen. Auch hier scheinen die Konsumenten in Krisenzeiten eher zum Leitungswasser zu greifen.

Dass die Umsätze der ersten drei Monate insgesamt um 2,1 Prozent auf 25,2 Mrd. Franken (16,7 Mrd. Euro) fielen, lag vor allem am starken Franken. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 26,017 Mrd. Franken gerechnet.

Trotz der weltweiten Wirtschaftsflaute rechnet Nestle für 2009 noch immer mit einem organischen Umsatzplus von annähernd fünf Prozent und eine Steigerung der operativen Umsatzrendite (EBIT-Marge) bei konstanten Wechselkursen. Damit kommen von Nestle weitgehend die gleichen positiven Aussagen wie von der Konkurrenz. So hatte der französische Lebensmittelmulti Danone Anfang des Monats seine Gewinnwachstumsziele für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt.

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