Namensänderung

Q-Cells firmiert jetzt als Hanwha Q.Cells

Nach dem Besitzer ist nun auch der Name neu: Aus Q-Cells wird Hanwha Q.Cells. Die Koreaner hatten das insolvente Unternehmen übernommen und möchten 1300 der 1500 Arbeitsplätze erhalten.
Update: 24.10.2012 - 11:53 Uhr Kommentieren
Der südkoreanische Mischkonzern Hanwha ist neuer Eigentümer von Q-Cells. Quelle: dpa

Der südkoreanische Mischkonzern Hanwha ist neuer Eigentümer von Q-Cells.

(Foto: dpa)

Bitterfeld-WolfenDer neue Eigentümer des Solarkonzerns Q-Cells - der südkoreanische Mischkonzern Hanwha - hat bekräftigt, 1300 der weltweit 1500 Arbeitsplätze erhalten zu wollen. 750 davon sollen am Standort Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt bleiben. Auch der Standort in Malaysia bleibe bestehen. Das gaben Geschäftsführer Charles Kim und das Mitglied der Geschäftsführung, Andreas von Zitzewitz, am Mittwoch in Bitterfeld-Wolfen bekannt.

Das Unternehmen firmiere von nun an als Hanwha Q.Cells und sei der weltweit drittgrößte Solarhersteller. „Die Synergien zwischen Q.Cells und Hanwha bieten uns die Möglichkeit, ein weltweit führendes Solarunternehmen zu werden“, sagte Kim.

Bitterfeld-Wolfen soll als Forschungszentrum für die Entwicklung neuer Produkte für die Solarindustrie weiter profiliert werden, kündigte Kim an. Jährlich sollen etwa 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert werden. Zahlen zu Umsatz und Produktion nannte Kim nicht. Es sollen möglichst bald schwarze Zahlen geschrieben werden; wenn es der Markt zulasse bereits im Jahr 2013.

Die Koreaner hatten Q-Cells Ende August übernommen, nachdem das Unternehmen im April Insolvenz angemeldet hatte. Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit wurden die Billigkonkurrenz aus Asien, Überkapazitäten und eine schwächelnde Nachfrage genannt, die der gesamten Branche in Deutschland Sorgen macht.

Für 199 Beschäftigte in Bitterfeld-Wolfen hatte der Insolvenzverwalter eine Transfergesellschaft eingerichtet, in der sie sich für zehn Monate weiterbilden können.

Die größten Solarzellenhersteller der Welt
Bilanz Solarworld
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Platz 20 - Solarworld

Das deutsche Unternehmen Solarworld hat ein Horrorjahr hinter sich und ist nur noch auf Rang 20 der Welt. Der Bonner Solarmodulehersteller produzierte im vergangenen Jahr 525 Megawatt an Leistung. 2007 war Solarworld noch auf Platz sieben des weltweiten Rankings.

Kyocera-Produktionswerk Shilong
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Platz 18 - Kyocera

Der japanische Hersteller Kyocera findet sich nur auf Platz 18 des Rankings wieder. Im vergangenen Jahr lag die Produktion bei 660 Megawatt. 2010 waren es nur zehn Megawatt weniger. 2007 war Kyocera noch der viertgrößte Solarzellenhersteller der Welt.

2012 Consumer Electronics Show Showcases Latest Technology Innovations
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Platz 16 -Sharp

Sharp ist ein Verlierer der letzten Jahre. Das japanische Unternehmen war früher die Nummer zwei. 2011 kommt Sharp nur noch auf Rang 16 der Rangliste. Die Japaner produzierten im vergangenen Jahr 725 Megawatt. 2010 waren es noch 910 Megawatt.

q-cells Hauptgebäude Zentrale
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Platz 13 - Q-Cells

Der deutsche Hersteller Q-Cells war früher Weltmarktfrüher. Mittlerweile ist das Unternehmen auf Rang 13 abgerutscht. Am 3. April 2012 hat der Hersteller aus Bitterfeld-Wolfen Insolvenz angemeldet. Im vergangenen Jahr produzierte Q-Cells Zellen mit einer Leistung von 790 Megawatt. Im Jahr 2010 waren es noch 1014 Megawatt.

huGO-BildID: 23784210 This photo taken on September 22, 2011 shows people visiting the Taiyangshan solar panel field in northern China's Ningxia regi
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Platz 6 - Motech

Motech aus Taiwan ist auf dem sechsten Platz der größten Solarzellenhersteller. Mit 1010 Megawatt produzierte Motech knapp sieben Prozent mehr als im Jahr 2010 (945 Megawatt).

China US Solar Dispute
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Platz 5 - Trina

Trina ist der fünftgrößte Solarzellenhersteller. Die Produktion der Chinesen nahm gegenüber dem Vorjahr um knapp 48 Prozent zu. Trina produzierte im Jahr 2011 1550 Megawatt Leistung.

China Solar City
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Platz 4 - Yingli

Den vierten Platz nimmt der Hersteller Yingli aus China ein. Mit 1604 Megawatt produzierte Yingli 2011 rund 51 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr (1060 Megawatt).

  • dpa
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