Nationale Plattform
Ex-SAP-Chef Kagermann wird Mister Elektroauto

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Mit einer konzertierten Aktion und Topleuten will die deutsche Industrie den Weltmarkt für Elektromobilität erobern. Die Nationale Plattform, die im Mai starten soll, umfasst ganze sieben Arbeitsgruppen. Sie sollen herausfinden, mit welchem Elektroauto die Deutschen, nein, die Welt, in Zukunft fahren wird. "Die Besetzung der Arbeitskreise ist für die Konzerne wichtig, da dort direkt Einfluss genommen werden kann", hieß es dazu in Industriekreisen.

Die Gruppe mit der höchsten Brisanz ist folglich die siebte. Die "AG Rahmenbedingungen" soll BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger leiten. Schafft der Bund doch Kaufanreize für Elektroautos, so wie es andere Staaten weltweit beschlossen haben? Kaufen zumindest Behörden künftig nur noch Elektroautos? Und wie lässt sich Forschung fördern und Bürokratie abbauen, um etwa Tankstellen schneller aufzubauen? Deshalb will der Bund einen Kovorsitzenden entsenden - vermutlich Klaus Beckmann, Chef des Deutschen Instituts für Urbanistik.

Den Rest der Arbeitsgruppen dominiert ein Querschnitt der deutschen Industrie. Karl-Thomas Neumann, Generalbevollmächtigter von Volkswagen, etwa wird die Arbeitsgruppe Antriebstechnologie leiten. Stellvertreter des ehemaligen Vorstandschefs von Continental wird der Umweltbeauftragte von Daimler, Herbert Kohler.

Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber lenkt dafür die Batterie-Gruppe. Mit der Batterietechnik entscheidet sich, ob Elektroautos marktfähig werden. Entsprechend groß war das Gerangel um den Posten. Klaus Engel, Vorstandschef von Evonik, setzte sich als zweiter Vorsitzender durch. Stellvertreter wird Bernd Bohr, Chef der Kfz-Techniksparte bei Bosch.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

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