Navigationssatelliten
Galileo wird teuer

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo birgt offenbar höhere finanzielle und technische Risiken als bisher angenommen.

ebo BRÜSSEL. Allein die derzeit laufende Startphase werde mit rund 1,5 Mrd. Euro um 400 Mill. Euro teurer als geplant, sagte der Direktor des Gemeinschaftsunternehmens Galileo Joint Undertaking, Rainer Grohe, in Brüssel. Bisher seien die Kosten für zwei Testsatelliten und für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen unterschätzt worden, sagte er. Außerdem schlage die 2003 gegründete Joint Undertaking höher zu Buche als geplant.

Zwar rechne er nicht damit, „dass die Kosten für Galileo explodieren“, betonte Grohe. Allerdings berge die europäische Satellitennavigation, die 2010 funktionsfähig sein soll, auch künftig hohe Risiken. „Wir entwickeln eine neue Technologie, erschließen neue Märkte und bilden die bisher größte Public Private Partnership – das sind große Herausforderungen“, sagte er. Rückschläge etwa beim Start der Trägerrakete Ariane seien nicht auszuschließen.

Allerdings stünden den Risiken auch große Chance gegenüber, so Grohe. Die Galileo-Betreiber, die bis zum Ende des Jahres feststehen sollen, könnten jährlich mit Einnahmen von 1 Mrd. Euro allein für Konzessionen auf Receiver rechnen. Der Markt für Anwendungen wird auf 20 bis 30 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt. „Galileo ist schon jetzt eine Erfolgsstory“, gab sich Grohe sicher.

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