
MANNHEIM. Die Schwierigkeiten mit der Asphaltdecke auf der A1 seien dem Konzern seit Dezember bekannt, sagte Vorstandschef Herbert Bodner gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz in Mannheim. Bislang sei aber noch nicht geklärt, warum sich der oberste Belag auf einem Teil der 73 Kilometer langen Strecke zwischen Hamburg und Bremen ablöse.
Inzwischen versucht die TU Darmstadt, das Problem zu klären. Im April soll deren Analyse vorliegen. Bilfinger Berger baut in einer Arbeitsgemeinschaft die Autobahn von vier auf sechs Spuren aus. Das Projekt kostet 400 Mio. Euro und soll Ende 2012 fertig sein. Außerdem ist der Konzern mit 45 Prozent neben der Bunte-Gruppe aus Papenburg und einem britischen Finanzinvestor am Konsortium A1-Mobil beteiligt, welches das Autobahnstück betreibt.
Kein Problem der Qualitätskontrolle
Bodner versicherte, dass der Belag erneuert werde. Die Kosten bezifferte er auf 2,5 Mio. Euro. Für die Panne seien keine fehlenden Qualitätskontrollen verantwortlich, beteuerte er. Bei den Manipulationen und dem Diebstahl beim U-Bahn-Bau in Köln und Düsseldorf hingegen hatte Bodner Fehler im Qualitätsmanagement vor Ort eingeräumt. Sie haben das Image des Unternehmens stark beschädigt.
Der Vertrauensverlust ist das große Thema auch bei Analysten. Seit der Baukonzern von Manipulationen beim U-Bahn-Projekt in Düsseldorf berichtete, sackte die Aktie von 54 auf gestern gut 48 Euro ab. Und auch die eilig einberufene Pressekonferenz zu den Problemen am vergangenen Montag hat daran wenig geändert: „Die Ankündigungen über die Verbesserung des Qualitätsmanagements haben der Aktie keinen neuen Drive gegeben“, sagte Ingbert Faust, Analyst von Equinet in Frankfurt.
Bodner rechnet aber nicht damit, dass die Nachbesserungen bei den Projekten das Konzernergebnis des laufenden Jahres nennenswert belasten werden. Und Schadenersatzforderung wegen des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs seien durch bestehende Versicherungen abgedeckt.
Bodner sieht auch den radikalen Konzernumbau nicht gefährdet. Er hatte bereits vor längerem angekündigt, den Konzern stark auf das Dienstleistungsgeschäft zu konzentrieren, wo die Risiken niedriger und die Margen deutlich höher sind als im klassischen Baugeschäft. So trug der Bereich Services im vergangenen Jahr 238 Mio. zum Gesamtergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des Konzerns von 250 Mio. Euro bei.
Merkwürdige Vorgänge in Köln.ich bin selber Schweißfachmann mit Zusatzqualifikation für betonstahl.Wenn ich da was schweiße,da stehen 10 ing.
neben mir,da wird fotografiert,dokumentiert,zum Schluß kommt das Staatshochbauamt,da wird richtig Alarm gemacht.So ist das hier in braunschweig.bernd Pätzold
allgemeiner Trend: es wird immer mehr zu verbauendes Geld umgeschichtet in Dienstleistung, Überwachung, Projektsteuerung etc. - Dieses Geld fehlt dann in der Ausführung, was sich direkt in der immer mangelhafteren Qualität bemerkbar macht, also muss dann noch mehr kontrolliert und gesteuert werden...
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