Nestle-Präsident
Lebensmittelpreise bleiben hoch

Nach Einschätzung des Nestle-Präsidenten bleiben die Lebensmittelpreise hoch. In einigen Ländern könnten die Preise sogar soziale Unruhen auslösen. Ursächlich für den Preisanstieg sei auch die wachsende Weltbevölkerung.
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WienDie Lebensmittelpreise dürften nach Einschätzung von Nestle-Präsident Peter Brabeck hoch bleiben und könnten in einigen Ländern soziale Unruhen auslösen. „Wir haben bei den Lebensmittelpreisen ein Niveau erreicht, das substanziell höher ist als zuvor. Auf dem Niveau wird es sich wohl einpendeln, „ sagte Brabeck in einem Interview der „Salzburger Nachrichten“ (Freitagausgabe). In Ländern, in denen die Menschen 80 Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben müssen, könne das wie schon 2008 zu Hungerrevolten führen. „Die Situation ist ähnlich, es ist die neue Wirklichkeit geworden“.

Der Preisanstieg sei eine Folge der Zunahme der Weltbevölkerung und eines wachsenden Mittelstandes in Ländern wie Indien, wo dann auch mehr Fleisch gegessen werde. Hinzu komme der steigende Wasserverbrauch.

Nestle setzt nach Brabecks Worten auf eine weiter wachsende Weltwirtschaft, die auch dem größten Nahrungsmittelhersteller der Welt immer wieder Wachstumsmöglichkeiten eröffnet. „Wenn man als großer Konzern weltweit agiert, hat man es leichter und kann schwächeres Wachtsum etwa in Amerika durch stärkeres Wachstum in den Schwellenländern ausgleichen.“ Nestle werde sein langfristiges Ziel, jedes Jahr organisch um fünf bis sechs Prozent zu wachsen, erreichen. „Es wird aber anstrengender“. Im ersten Halbjahr hatte Nestle ein organisches Wachstum von 7,5 Prozent erreicht. Dabei werden Wechselkurseffekte und Akquisitionen nicht berücksichtigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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