Neuausrichtung
Heidelberg-Cement verkauft Vicat-Aktien

Nach 40 Jahren will sich Heidelberg-Cement von seiner Minderheitsbeteiligung an dem französischen Zementhersteller Vicat trennen.

HB FRANKFURT. Das 35-Prozent-Paket habe einen Börsenwert von knapp 1,4 Mrd. Euro, teilte der größte deutsche Zementhersteller am Freitag in Heidelberg mit. Heidelberg-Cement-Chef Bernd Scheifele ist dabei, den Konzern neu auszurichten und kauft seit längerem vor allem in Wachstumsmärkten in Osteuropa und Asien zu. „Wir wollen die frei werdenden Mittel zielgerichtet einsetzen“, sagte er. Bei Zementprodukten wie Transportbeton wolle Heidelberg-Cement auch seine Position auf reifen Märkten wie den europäischen ausbauen.

Bis zu ein Drittel der zum Verkauf stehenden Vicat-Aktien wollen die Eigentümerfamilie Merceron-Vicat und das Unternehmen selbst erwerben. Der Rest soll in Frankreich öffentlich zum Kauf angeboten und in anderen Ländern privat platziert werden. Der Verkauf, der von den Banken BNP Paribas und Calyon organisiert wird, soll bis zum zweiten Quartal abgeschlossen sein. Der Streubesitz des Familienunternehmens könne mit der Transaktion auf bis zu 28 von zuletzt nur fünf Prozent steigen.

Vicat ist mit einem Umsatz von 2,1 Mrd. Euro im Jahr 2006 und einem Nettogewinn von 314 Mill. Euro einer der größten Zementhersteller Frankreichs. Die Firma ist auch in den USA, der Türkei und Ägypten vertreten.

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