Neuausrichtung zahlt sich aus
Lanxess kann Überschuss mehr als verdoppeln

Der Chemiekonzern Lanxess schließt die Ertragslücke zu seinen Wettbewerbern immer schneller. Dank der Trennung von margenschwachen Geschäften und anhaltend guter Nachfrage nach Spezialkautschuken und -chemikalien konnte Lanxess im dritten Quartal den Überschuss mehr als verdoppeln.

HB FRANKFURT. In diesem Zeitraum verbuchte das Unternehmen einen Überschuss von 75 Mill. Euro. Noch im zweiten Jahresviertel war das Unternehmen wegen Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Kunststoffsparte Lustran in die roten Zahlen gerutscht.

Für das Gesamtjahr kündigte Konzernchef Axel Heitmann am Mittwoch einen Gewinn an: "Wir werden ein deutlich positives Konzernergebnis für 2007 ausweisen.“ 2006 stand ein Überschuss von 197 Mill. Euro in den Büchern. Wie bisher steuert die Lanxess-Führung einen bereinigten operativen Gewinn von 700 bis 720 Mill. Euro an. 2006 war Lanxess auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen von 675 Mill. Euro gekommen.

Heitmann rechnet zwar damit, dass die US-Wirtschaft etwas an Dynamik verliert. Die Chemiekonjunktur werde aber von einer robusten Nachfrage aus Asien und Lateinamerika sowie der stabilen Entwicklung in Europa gestützt. Der Konzernumsatz solle 2007 in den fortgeführten Geschäften moderat steigen, wobei aber die Wechselkursentwicklung zu berücksichtigen sei. Der Dollar hatte zuletzt gegenüber dem Euro deutlich an Wert verloren.

Im Zeitraum Juli bis September profitierte Lanxess von der anhaltend guten Chemienachfrage und höheren Preisen. "Das ist unser stärkstes drittes Quartal. Auf dieser Basis werden wir unseren Wachstumskurs fortsetzen“, sagte Heitmann. Der Konzern setzte 1,705 Mrd. Euro um, das entspricht einem leichten Plus von 0,8 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn nahm um 6,7 Prozent auf 175 Mill. Euro zu, was mehr war als Analysten erwartet hatten. Die operative Rendite erhöhte Lanxess auf 10,3 Prozent nach 9,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Erstmals liege damit die Ertragskraft in der traditionell schwächeren zweiten Jahreshälfte im zweistelligen Bereich, erklärte das Management.

Lanxess will im kommenden Jahr in punkto Profitabilität noch weiter an die Wettbewerber heranrücken. 2006 hatte die Konkurrenz eine Umsatzrendite von zwölf bis 14 Prozent erzielt. Beim Schuldenabbau kam Lanxess ebenfalls voran. Ende September standen noch Nettofinanzschulden von 491 Mill. Euro in der Bilanz nach 511 Mill. zum Jahresende 2006.

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