Neue Aufsichtsratsmitglieder
Lion Bioscience verringert den Verlust

Im zweiten Quartal hat das defizitäre Bioinformatikunternehmen Lion Bioscience seinen Nettoverlust verringert. Das lag allerdings unter anderem an einem halbierten Umsatz.

HB HEIDELBERG. Für das Gesamtjahr 2004/2005 (zum 31. März) hält Lion an seinem Ausblick fest. Der Nettoverlust habe sich im zweiten Quartal auf 3,4 von 6,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr verringert, teilte Lion am Donnerstag in Heidelberg mit. Der Umsatz sank in dem Berichtszeitraum auf 2,6 von fünf Millionen Euro im Vorjahr. „Die Kosten sind stärker als geplant reduziert worden“, hieß es. Wegen des Auslaufens von Verträgen mit dem Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer ging der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 auf 4,7 Millionen Euro zurück.

Für 2004/2005 rechnet die im Prime Standard gelistete Gesellschaft nach wie vor mit einem Umsatz von rund 12 bis 13 Millionen Euro und einem Nettoverlust zwischen zehn und elf (Vorjahr: 21,5) Millionen Euro. Für das kommende Geschäftsjahr hat sich das Unternehmen das Erreichen der Gewinnzone vorgenommen. So soll 2005/2006 ein prozentual zweistelliges Wachstum generiert werden. Diese Erwartung basiere unter anderem auf der Einführung neuer Produkte, hieß es.

Lion bekommt neue Aufsichtsratsmitglieder

Inzwischen ist auch die Besetzung des Aufsichtsrats bei Lion Bioscience geklärt. Das Amtsgericht Heidelberg bestellte nach Unternehmensangaben den Firmengründer Friedrich von Bohlen sowie Christoph Mutter und Jan Traenckner zu Mitgliedern des Kontrollgremiums. Von Bohlen, der zuletzt 10,5 Prozent an Lion hielt, sei anschließend zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt worden.

Mitte Oktober waren die bisherigen Aufsichtsräte Jürgen Dormann, Klaus Pohle und Richard Roy von ihren Ämtern zurücktreten. Wegen der Notierung der Lion-Aktie an der US-Technologiebörse Nasdaq sei es dem Unternehmen nicht mehr möglich gewesen, eine wirtschaftlich vertretbare Managerhaftpflichtversicherung für die Organe der Gesellschaft abzuschließen, hatte es geheißen. Die so genannte D&O-Versicherung deckt mögliche Schadensersatzansprüche bei Fehlern der Verantwortlichen ab. Lion versucht schon seit einiger Zeit, von seinem Nasdaq-Listing loszukommen.

Die Lion-Aktie schloß am Donnerstag unverändert bei 1,03 Euro.

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