Neue Aufträge verringern Abstand
Airbus setzt Boeing zu

Der europäische Flugzeugbauer Airbus rückt dem US-Konkurrenten Boeing zu Leibe: zum Jahresende erhielt das Unternehmen neue Aufträge.

HB PARIS. Ein Airbus-Sprecher wollte am Freitag zwar keine Details nennen, er sagte aber, der Auftragseingang im Gesamtjahr liege bei Airbus in einer ähnlichen Größenordnung wie bei Boeing.

Die Amerikaner hatten am Donnerstag mitgeteilt, im vergangenen Jahr so viele Bestellungen für Passagierflugzeuge verbucht zu haben wie noch nie in der Firmengeschichte. Der Airbus-Konkurrent verkaufte netto 1 002 Flugzeuge, mehr als drei Mal so viel wie 2004. Der europäische Flugzeugbauer hatte bis Ende November 687 Festbestellungen gemeldet. Die Zahlen für das Gesamtjahr wollen die Europäer am 17. Januar bekannt geben. Der Sprecher wies Presseberichte zurück, wonach Airbus im vergangenen Jahr lediglich 800 Bestellungen verbucht habe.

Airbus holt sich außerdem branchenfremde Hilfe für die Entwicklung seines neuen Flugzeugs A350. Erstmals soll auch die Design-Erfahrung des Autoherstellers BMW für das neueste Airbus-Projekt genutzt werden, wie ein BMW-Sprecher bestätigte.

Branchenkreisen zufolge arbeiten die BMW-Designer an der Gestaltung einer Flugzeug-Kabine, die neue Maßstäbe im Passagierverkehr setzen und Fluggästen ab 2010 deutlich mehr Komfort bieten soll als bisher. Airbus reagiert damit auf den Markterfolg des Konkurrenzmodells Boeing 787. Für den Dreamliner liegen inzwischen 354 Bestellungen und Kaufverpflichtungen vor. Das mittelgroße Langstreckenflugzeug soll 2007 erstmals abheben und ein Jahr darauf in den Liniendienst gestellt werden.

Damit Airbus bald eine überzeugende Antwort auf das grundlegend neue Design der 787 finde, soll BMW-Designworks frische Impulse von außen bringen. Zu den Kunden der BMW-Designer zählen unter anderem Firmen wie Siemens, Nokia oder Hewlett-Packard. Designworks arbeitet zu etwa 50 Prozent für Unternehmen außerhalb der BMW-Gruppe.

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