Neue Batterietechnik
BMW schließt Milliardendeal mit Samsung

Damit Elektroautos tatsächlich zur Massenware werden, müssen die Batterien günstiger werden. Ein Milliardendeal mit dem koreanischen Batteriehersteller Samsung soll nun die Elektrifizierung von BMW vorantreiben.
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München/SeoulBMW setzt für seine Elektroautos auch künftig auf den Batteriepartner Samsung SDI. Die Koreaner sollen neben dem i3 und dem i8 weitere Hybridmodelle mit Batteriezellen ausstatten. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten beide Seiten am Dienstag in Seoul, wie BMW mitteilte. Laut Samsung SDI ist das Geschäft mehrere Milliarden Euro schwer. Weitere finanzielle Details nannten die Koreaner nicht. Die Unternehmen arbeiten bereits seit 2009 zusammen.

Weil die Münchner auf einen steigenden Absatz ihrer Elektroautos bauen, soll Samsung SDI mittelfristig mehr Lithium-Ionen-Zellen liefern und die Speichereinheiten technologisch weiterentwickeln. Samsung ist auf diesem Gebiet führend, liefert unter anderem auch die Akkus für Apple. „Durch den Deal ist SDI präsenter in den USA und Europa, wo man im Vergleich zu den anderen Batterieherstellern noch relativ unbekannt ist“, sagt Lee Sang Hyun, Analyst bei NH Investment & Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Erklärtes Ziel der Koreaner ist es, die Leistungsfähigkeit ihrer Zellen im Verhältnis zum Gewicht (Energiedichte) bis Ende des Jahrzehnts zu verdoppeln. Auch beim Preis könnte der Deal für Bewegung sorgen: Derzeit ist die Batterie noch das teuerste Bauteil einem Elektrofahrzeug und macht rund 30 bis 40 Prozent des Gesamtpreises aus.

Der Druck auf dem Markt ist hoch: BMW-Konkurrent Tesla plant derzeit den Bau einer Riesenfabrik für Batterien, die gemeinsam mit Panasonic entwickelt und gebaut werden sollen. Im Premiumsegment verkaufen die Amerikaner ihr Model S mittlerweile sehr erfolgreich. In wenigen Jahren soll ein Kompaktmodell folgen.

Auch bei den Münchenern läuft der Verkauf der Elektroautos gut an. Nach eigenen Angaben hat BMW im ersten Halbjahr rund 5400 i3-Modelle verkauft, der neue Sportwagen i8 wird erst seit Juni ausgeliefert. Die Nachfrage übersteige aber bereits das für die Anlaufphase geplante Produktionsvolumen deutlich, hieß es.

Bis 2020 sollen nach einer Prognose der US-Marktforscher von J.D. Power weltweit rund 5,2 Millionen Hybridfahrzeuge und Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein, was ein Marktanteil von 7,3 Prozent wäre. Der globale Markt für Lithium-Ionen-Batterien soll im selben Jahr ein Volumen von 21,3 Milliarden Dollar erreichen, schätzt das japanische Forschungsinstitut B3. Derzeit setzen die Batteriehersteller weltweit noch 4,4 Milliarden Dollar um.

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  • Liebe Handelsblatt-Redaktion,

    der von Ihnen gelöschte Link in meinem ersten Kommentar ist keinesfalls Werbung, sondern verweist auf einen Fachartikel einer renommierten Autorin mit einer Lesedauer größer 20 Minuten. Wie soll ich diesen Inhalt sonst hier in das Kommentarfeld transportieren? Für die aufkommende Diskussion rund um die EEG-Umlage meines Erachtens eine wesentliche Hilfe zur Meinungsbildung: http://vler.de/2d

    In Ihre Netiquette finde ich keinen Hinweis, dass Links komplett untersagt sind. Von daher meine Bitte zur erneuten inhaltlichen Prüfung. Danke!

  • BMW muß, um E-Fahrzeuge wettbewerbsfähig zu machen, zwei große Probleme lösen.
    Der Preis der bei ihren E-Fahrzeugen eingesetzten unverarbeiteten Kohlenstofffasern müßte auf etwa 3€ je kg reduziert werden.
    Der Preis der Akku's müßte um eine ganze Größenordnung gesenkt werden.
    Beide Zielsetzungen sind mit den aktuellen Technologien nicht erreichbar.
    Deshalb bleiben E-Fahrzeuge zunächst Exoten.
    Es sei denn- Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden, wie auch immer gestaltet, "verboten". China entwickelt diesbezüglich bereits eine Vorreiterrolle.

  • Wenn sich die Firma VARTA nicht selbst demontiert hätte, könnte Batterie Technologie heute aus Deutschland kommen.

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