Neue Baureihe ist 2004 einziger Wachstumsmotor
Erfolg von Smart hängt am neuen Viersitzer

Die zum Daimler-Chrysler-Konzern gehörende Kleinwagenmarke Smart bleibt im laufenden Jahr voraussichtlich allein wegen der neuen Baureihe Forfour („für vier“) im Vorwärtsgang. Der Wachstumsmotor von Smart werde 2004 wahrscheinlich nur der im April auf den Markt kommende Viersitzer sein, sagte Smart-Chef Andreas Renschler dem Handelsblatt in Rom.

ROM. Der Forfour werde mit rund 50 000 Neuzulassungen in diesem Jahr den Smart-Absatz von knapp 125 000 auf eine Größenordnung von 170 000 bis 180 000 Fahrzeuge katapultieren. Die anderen Baureihen dürften dagegen wegen der schwachen Konjunktur wahrscheinlich auf der Stelle treten.

Experten zeigten sich von der Einschätzung überrascht. Der 1998 auf den Markt gekommene Zweisitzer von Smart rollt zwar allmählich auf das Ende seines Lebenszyklus’ zu, doch der neue Roadster, der 2003 maßgeblich zur Absatzsteigerung beitrug, erlebt 2004 erst sein erstes volles Produktionsjahr. Die Analysten der Commerzbank waren bislang auch bei den diesen Modellen von einem Absatzplus ausgegangen. Die Zukunft der jugendlichen Marke hängt damit vom neuen Viersitzer ab. Erst 2006 wird ein geplanter Smart-Geländewagen der Marke neuen Schub geben.

Smart war 1998 als Gemeinschaftsprojekt von Mercedes-Benz und Swatch-Gründer Nicolas Hajek gestartet, doch bereits Ende der Neunziger stand die Marke nach einer Serie von Pannen und Fehleinschätzungen vor dem Aus. Erst der zur Hilfe gerufene Mercedes-Manager Renschler gab als Smart-Chef mit neuen Baureihen auf der Smart-Architektur der Marke wieder eine Perspektive. Doch noch immer ist die Daimler-Tochter von schwarzen Zahlen weit entfernt.

Wegen der Entwicklungskosten für den Geländewagen peilt Renschler als neues Ziel für das Erreichen der Gewinnschwelle nun 2006 an. Mit einem Ausbau der Gleichteile- Strategie trimmt die Stuttgarter Konzernmutter die Kleinstwagen- Marke zugleich weiter auf mehr Profitabilität. Nach Mitsubishi fassen die Stuttgarter auch eine Kooperation von Smart mit der US-Sparte Chrysler ins Auge. „Wenn unsere US-Kollegen eine Chance finden, einen Wagen auf Smart-Komponenten zu machen, wäre dies sinnvoll“, sagte Mercedes-Chef Jürgen Hubbert in Rom. Es gebe aber noch keine Entscheidung. Smart wird nach Einschätzung von Experten 2004 noch ein Minus von 70 Mill. Euro ausweisen, doch im kommenden Jahr in die Nähe der Gewinnschwelle vorfahren.

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