Neue Dividendenpolitik
Drägerwerk plant weltweite Zukäufe

Zum Ausbau seines Produkt-Portfolios plant der Lübecker Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik Drägerwerk weltweit Zukäufe. Um die Expansion zu finanzieren, soll Konzernchef Theo Dräger künftig ein geringerer Teil des Gewinns als Dividende ausgezahlt werden.

HB FRANKFURT. „Der Dräger-Konzern wird sich in Zukunft - und dies gilt sowohl für Dräger Medical als auch für Dräger Safety - am Konsolidierungsprozess der jeweiligen Weltmärkte stärker beteiligen und zwar in der Form von Akquisitionen“, sagte der Konzernchef laut Redetext am Freitag auf der Hauptversammlung in Lübeck. Zurzeit gebe es keine konkreten Akquisitionsprojekte.

Drägerwerk hat sich in den vergangenen Monaten auf die beiden Kernbereiche Medizin- und Sicherheitstechnik fokussiert und sich im Rahmen dessen von fast allen seinen Dienstleistungsgesellschaften getrennt. Jetzt will sich der Konzern als Komplettanbieter für Produkte und Dienstleistungen profilieren. Zuletzt hatte Dräger Medical - ein Gemeinschaftsunternehmen mit Siemens zur Intensiv- und Notfallmedizin - mit dem Zukauf des Geschäftsbereichs Air-Shields von der US-Firma Hillenbrand Industries sein Angebot zur Frühgeborenenbehandlung erweitert. Der Konzernchef kündigte an, die angepeilten Zukäufe unter anderem aus dem Jahresüberschuss finanzieren zu wollen. Dadurch könne die bisherige Drägerwerk-Politik, 40 bis 60 Prozent des Gewinns als Dividende auszuschütten, nicht mehr gewährleistet werden. „Für die Zukunft können wir keine einheitliche Quote beziehungsweise einen Korridor der prozentualen Ausschüttung vom Konzernjahresüberschuss nennen“, sagte der Konzernchef. Dies werde in jedem Jahr von Fall zu Fall entschieden werden müssen. Für 2003 will Drägerwerk auf Vorzugsaktien eine Dividende von 0,40 (0,35) Euro und auf Stammaktien von 0,34 (0,29) Euro zahlen. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 1,41 Milliarden Euro einen Gewinn von 37,8 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die im TecDax gelistete Drägerwerk-Aktie lag am Mittag mit 0,6 Prozent im Minus bei 52,90 Euro.

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