Neue Einnahmequelle
BMW liefert Motoren an Fisker

BMW verkauft seine Motoren bald an einen weiteren Nischenanbieter: Ab Ende 2012 wird der amerikanische Elektrosportwagen-Hersteller Fisker von den Münchnern mit Vierzylinder-Benzinmotoren samt Komponenten beliefert.
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MünchenDie Motoren würden in die neue Generation der Fisker-Modelle - intern als „Projekt Nina“ bezeichnet - eingebaut, die 2013 auf den Markt kommen soll. Die im Juli unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass BMW bis zu 100.000 Motoren pro Jahr liefert. Über das Volumen des Großauftrags machten die Autobauer keine Angaben. Laut BMW handelt es sich um eine reine Kunden-Lieferanten-Beziehung. Eine Kooperation sei nicht geplant. Produziert würden die Motoren in München, sagte ein Konzernsprecher.

Fisker, ein 2007 von den Automanagern Henrik Fisker und Bernhard Koehler gegründeter Hersteller teurer Liebhaber-Modelle, fertigt seine neuen Modelle im US-Bundesstaat Delaware in einem Werk, das früher General Motors gehörte. Bislang gibt es von dem Anbieter einen Hybrid-Sportwagen namens Karma.

BMW hat sich im Zuge seiner strategischen Neuausrichtung 2007 durchgerungen, eigene Motoren auch an andere Autokonzerne zu liefern, was im Unternehmen bis dahin verpönt war. Vorstandschef Norbert Reithofer sieht darin schlicht zusätzliche Einnahmequellen. Mit dem US-Spezialfahrzeugbauer Carbon Motors vereinbarte BMW im Frühjahr 2010 die Lieferung von mehr als 240.000 Dieselmotoren für amerikanische Polizeiautos, die 2012 auf den Markt kommen sollen. Mit dem hoch verschuldeten schwedischen Traditionshersteller Saab , der derzeit ums Überleben kämpft, schlossen die Münchner im vergangenen Herbst ein Lieferabkommen. Der BMW-Sprecher sagte, man gehe davon aus, dass beide Seiten den Vertrag erfüllten.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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