Neue Fachkräfte: US-Autobauer rüsten auf

Neue Fachkräfte
US-Autobauer rüsten auf

Aus der Krise an Spitze: Nach dem zweiten Wachstumsjahr in Folge rüsten sich die US-Autobauer Ford und General Motors für die Zukunft - und wollen tausende Fachkräfte einstellen.
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DetroitDie US-Autohersteller Ford und General Motors bauen ihre Entwicklungsabteilungen. Um neue Modelle zu entwickeln, will allein Ford in diesem Jahr 2200 neue Mitarbeiter einstellen. Offene Stellen gebe es etwa für Ingenieure sowie Produktions- und IT-Fachleute, teilte Ford am Freitag mit. Vor allem an spritsparenden Fahrzeugen sollten die neuen Kollegen tüfteln, sagte der Ford-Chef für Nord- und Südamerika, Joe Hinrichs. Einige der neuen Stellen will der zweitgrößte US-Autobauer mit befristet Beschäftigten und Praktikanten besetzen.

Auch General Motors (GM) stellt in seinem Heimatland USA 1000 neue Leute ein: Softwareentwickler, Datentechniker, Projektmanager und weitere Informationstechnologieexperten, teilte GM am Donnerstag (Ortszeit) am Konzernsitz Detroit mit. Sie sollen im neuen Zentrum für innovative Technologien in Atlanta im Bundesstaat Georgia arbeiten, dem dritten von vier solcher Zentren. Die ersten beiden stehen in Austin in Texas und in Warren in Michigan. Atlanta sei wegen seiner Nähe zu Universitäten ausgesucht worden, die IT-Experten ausbilden. Der vierte Standort ist noch offen.

Trotz der Einstellung bleiben die beiden Autobauer auch nach der Krise vorsichtig, und versuchen ihre Wachstumsziele mit einer kleineren Belegschaft zu stemmen als vor der Krise. Trotzdem beschäftigt Ford in seinem Heimatmarkt inzwischen fast 14 Prozent mehr Fachkräfte als zum Höhepunkt der Rezession 2009. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mehr als 8100 neue Mitarbeiter eingestellt. Damit habe der Konzern eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft UAW bereits mehr als zur Hälfte erfüllt, erklärte Ford. Diese sehe vor, bis 2015 in den USA insgesamt 12.000 neue Stellen zu schaffen.

Bei Ford lief es zuletzt wieder rund, der Konzern erzielte im Dezember den besten Absatz in diesem Monat seit 2006. Angesichts der Euro-Krise gilt der Heimatmarkt USA derzeit als einer der Hoffnungsträger der gesamten Branche. Die Absatzflaute in Westeuropa führte dagegen zu tiefen Einschnitten bei GM : Der Ford-Rivale stellt die Autoproduktion im Bochumer Werk seiner Tochter Opel ein.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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