Neue Großfusion in der Stahlbranche
SSAB übernimmt Ipsco

In der Stahlbranche steht erneut eine Großfusion an. Swedish Steel AB (SSAB) schluckt das kanadische Unternehmen Ipsco. Der Kaufpreis liegt bei 7,7 Milliarden Dollar.

HB STOCKHOLM. Die Führungsgremien beider Seiten verständigten sich nach Angaben vom Donnerstag auf die entsprechenden Bedingungen. Demnach bieten die Skandinavier 160 Dollar je Ipsco-Aktie und damit einen Aufschlag von fast acht Prozent auf den Schlusskurs vom Mittwoch. SSAB will mit dem Zukauf seinem Ziel näher kommen, bis 2010 Weltmarktführer bei höherwertigem Stahl zu werden.

Mit dem Konzern erhalte SSAB eine Basis für weiteres Wachstum in Nordamerika, erklärte Konzernchef Olof Faxander in der gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen. Der Zukauf werde umgehend in einem Anstieg des Gewinns und des Cash-Flows zu Buche schlagen. SSAB will den Zusammenschluss unter anderem mit einer Kapitalerhöhung über zehn Mrd. schwedischen Kronen (rund 1,5 Mrd. Dollar) finanzieren. Ipsco hat seinen Sitz in Lisle im US-Bundesstaat Illinois und betreibt einen Großteil seines Geschäfts in Westkanada.

Vor Bekanntgabe der Übernahme hatten Spekulationen über eine neue Fusionswelle in der Branche die Aktie von ThyssenKrupp um mehr als zwei Prozent auf ein Rekordhoch getrieben. Ein Händler hatte von einem Gerücht über ein Interesse ThyssenKrupps an SSAB gesprochen. Der Düsseldorfer Konzern lehnte einen Kommentar zu den Marktgerüchten ab. In den vergangenen Monaten und Jahren haben sich zahlreiche Stahlkonzerne, wie etwa die Branchenriesen Arcelor und Mittal, zusammengeschlossen.

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