Neue Hoffnung für Thyssen-Krupp
Mittal kündigt Verkauf von Dofasco an Thyssen-Krupp an

Der Thyssen-Krupp-Konzern kann sich im Poker um eine Übernahme des kanadischen Konkurrenten Dofasco weiter Hoffnungen machen. Arcelor-Mittal-Chef machte erneut deutlich, dass sein Unternehmen zum Verkauf des kanadischen Stahlkochers an Thyssen-Krupp verpflichtet sei.

HB DÜSSELDORF/LUXEMBURG. Der Chef des Dofasco-Eigners Arcelor-Mittal, Lakshmi Mittal, stellte am Mittwoch vor Journalisten in Luxemburg erneut klar: „Mittal bleibt verpflichtet, Dofasco an Thyssen-Krupp zu verkaufen“. Das Arcelor-Management hatte sich in der Vergangenheit vehement gegen einen Vekauf von Dofasco an Thyssen-Krupp gestemmt. Um eine Trennung von dem kanadischen Produzenten zu verhindern, hatte Arcelor in seinem Abwehrkampf gegen Mittal vor einigen Monaten seine Dofasco-Anteile in eine niederländische Stiftung ausgelagert. Arcelor-Manager erklärten mehrfach, auch nach einem Zusammenschluss mit Weltmarktführer Mittal Dofasco nicht an Thyssen-Krupp verkaufen zu wollen.

Mittal hatte hingegen im Frühjahr eine Vereinbarung mit Thyssen-Krupp geschlossen, im Fall einer Übernahme von Arcelor Dofasco für 3,8 Mrd. Euro an den Düsseldorfer Konzern zu veräußern.Doch gibt es im fusionierten Konzern Streit in dieser Frage. Mittal-Finanzchef Aditya Mittal hatte noch im Sommer gesagt, die Aufsichtsgremien beider Unternehmen seien sich in der Frage eines Verkaufs von Dofasco „einig, uneinig zu sein“.

Thyssen-Krupp beharrt darauf, Dofasco wie vereinbart zum festgelegten Preis übernehmen zu können. Dofasco gilt als wichtiger Baustein bei der Strategie des Konzerns, stärker in Nordamerika Fuß zu fassen. Als Alternative zur Mittal-Übernahme hatte der Konzern indes die Planung für den Bau eines Werks in Nordamerika in die Wege geleitet. Thyssen-Krupp bemüht sich seit Herbst 2005 um den Dofasco-Konzern.

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