Neue Joint Ventures in China
Eurokurs belastet Mercedes

Der Autobauer Daimler-Chrysler sieht für seine Nobel-Sparte Mercedes-Benz Belastungen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Euroanstieg. Gleichzeitig wurde aber mit der Unterzeichnung der Verträge für zwei neue Joint Ventures der Grundstein für den Ausbau des China-Geschäftes gelegt.

HB BREMEN. Das Ergebnis der Mercedes Car Group werde vom Euro beeinflusst sein, sagte Thomas Weber, der für Forschung, Entwicklung und Technologie bei Mercedes zuständige Vorstand, am Donnerstagabend zu Journalisten. Das Unternehmen habe nicht mit einem Euro von 1,30 Dollar gerechnet. Die Höhe der Auswirkungen der Dollarschwäche auf das Mercedes-Ergebnis wollte Weber nicht beziffern.

Neben den Wechselkursen dürften auch höhere Rohstoffkosten, Produkteinführungskosten und die Kosten der Qualitätsoffensive kurzfristig ihren Tribut bei der Sparte zollen. Er sei aber bezüglich der Aussichten für Mercedes-Benz optimistisch, fügte Weber hinzu und verwies auf die zahlreichen neuen Produkte, die vor der Markteinführung stehen. Unter anderem will Mercedes-Benz im kommendem Jahr eine neu gestaltete „M-Klasse“ und „S-Klasse“ auf den Markt bringen.

Kurzfristig dürften die von Stahl bis Plastik gestiegenen Rohmaterialpreise die Gewinnmarge belasten, denn der Preisdruck in der Branche erlaube es nicht, sämtliche höheren Kosten an die Konsumenten weiter zu geben, ergänzte Weber. Im Zuge der Qualitätsoffensive sollen künftig bei der Entwicklung neuer Modelle mehr Testfahrzeuge vor der Serienfertigung produziert werden. 100 bis 120 Testfahrzeuge sollen statt bisher 20 bis 30 Exemplare gebaut werden, bei einem Stückpreis zwischen 800 000 und 1 Millionen Euro, erklärte Weber.

Bei der Marke Smart zeigte sich Weber optimistisch. Das Produktkonzept von Smart biete alle Voraussetzungen für Erfolg. Das Unternehmen prüfe intensiv, wie Smart profitabel werden könne. Künftig könne der Vertrieb stärker auf das Mercedes-Händlernetz zurückgreifen. Auf dem Prüfstand stehe auch die Produktion an den zwei unterschiedlichen Standorten. Die Kleinwagen werden zum einen in einem Werk in Frankreich und zum anderen in einer Fabrik in den Niederlanden hergestellt.

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