Neue Kooperation
VW will nach Malaysia expandieren

Die VW-Marken Polo und Jetta könnten künftig teilweise in Malaysia gebaut werden. Volkswagen will dort offenbar mit dem Konzern DRB-Hicom kooperieren, der auch schon Teile des Passats zusammenbaut.
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Wolfsburg/Kuala LumpurDie Expansionspläne von Volkswagen in Malaysia nehmen konkrete Gestalt an. Neben der schon bestehenden Montage des Passat im Werk Pekan soll die Kooperation mit dem Konzern DRB-Hicom in dem südostasiatischen Land bald um die Fertigung des Polo und Jetta erweitert werden. Ein genauer Zeitpunkt stehe jedoch noch nicht fest, sagte ein VW-Sprecher am Donnerstag. Im Februar hatte Volkswagen einen Ausbau der Zusammenarbeit angedeutet - aber auch betont, dass bisher keine Entscheidungen gefallen seien.

Das „Manager Magazin“ (Freitag) berichtete unter Berufung auf Unternehmenskreise zudem, VW könne sich eine Beteiligung oder sogar Mehrheitsübernahme beim DRB-Ableger Proton vorstellen. „Das sind Spekulationen, die wir nicht kommentieren“, hieß es aus Wolfsburg. Möglichen Kaufplänen stelle sich trotz mehrfacher Verhandlungen allerdings weiterhin Malaysias Regierung entgegen, schrieb das Blatt.

Seit Ende 2011 bauen VW und DRB-Hicom den Passat. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Vollproduktion, sondern um das Zusammenbauen vormontierter Teile, die nach Malaysia geliefert werden. Auch beim Jetta und Polo werde dies zunächst so ablaufen, sagte ein Sprecher.

Europas größter Autobauer will in der Region weiteren Boden gegenüber der japanischen Konkurrenz gutmachen. Vor einem knappen halben Jahr hatte auch die VW-Nutzfahrzeug-Tochter den Start einer Montagelinie in der indonesischen Hauptstadt Jakarta bekanntgegeben.

DRB-Hicom unterhält in Malaysia einen großen Fertigungsverbund. Auch Mercedes arbeitet mit dem Konzern zusammen - ebenso wie Suzuki, dessen Kooperation mit VW in einer schweren Krise steckt.

Spätestens 2018 will Volkswagen größter Autohersteller der Welt sein. Der Rivale Toyota, der 2011 mit massiven Folgen der Tsunami-Katastrophe zu kämpfen hatte, wurde im vergangenen Jahr schon überholt. Davor liegt nur noch der US-Konkurrent General Motors.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nur am Rande ein paar Hintergrundsinformationen zu Malaysia:

    1. Malaysia kennt keine Meinungsfreiheit im Bezug auf Religion

    2. Ein Quotensystem bevorzugt in nahezu allen Bereichen (Schule, Studium, Beruf, usw.) die moslemischen Malaien. Die restlichen Malaysia sind in ihrem eigenen Land Bürger zweiter Klasse

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