Neue Krebstherapie
Wettrennen um den Krebskiller

Zahlreiche neue Wirkstoffe versprechen hohe Wachstumsraten im Geschäft mit Krebsmedikamenten. Gleichzeitig wächst aber auch der Konkurrenzkampf auf dem Gebiet und damit indirekt auch das wirtschaftliche Risiko für die dort engagierten Pharmahersteller.

FRANKFURT. Dieser Trend zeichnet sich auf dem weltweit wichtigsten Meeting der Krebsforscher ab, der diesjährigen Konferenz der American Society for Clinical Oncology (ASCO).

Weltweit befinden sich nach Schätzung der Schweizer Investment-Gruppe Adamant inzwischen immerhin mehr als 400 neue Krebsmedikamente in der klinischen Entwicklung.

Ein typisches Beispiel für den wachsenden Wettbewerb auf dem Feld ist der Bereich Nierenkrebs, eine Erkrankung, für die es vor wenigen Jahren noch kaum Medikamente gab. Ende 2005 erhielten in den USA gleich zwei neuartige Wirkstoffe eine Zulassung, die Mittel Sutent von Pfizer und Nexavar von Bayer und dem Partner Onyx. Doch schon in naher Zukunft dürften weitere Nierenkrebsmedikamente folgen. So konnte zum Beispiel der US-Konzern Wyeth mit relativ guten Daten für einen neuartigen Wirkstoff aufwarten, der sich in der abschließenden Phase III der klinischen Studien befindet.

Leidtragender der neuen Konkurrenz könnte unter Umständen Bayer mit dem Wirkstoff Nexavar sein. Das Mittel zeigte zwar ebenfalls relativ gute Daten. Sie werden von Analysten aber als schwächer eingestuft als die von Sutent oder des neuen Wyeth-Wirkstoffs. Angesichts der starken Konkurrenz müsse man die Umsatzerwartungen für Nexavar im Bereich Nierenkrebs (von bisher 312 Mill. Euro) womöglich nach unten korrigieren, kündigte Oliver Kämmerer von der WestLB an.

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