Neue Märkte
Opel hofft auf China und USA

Der Automarkt in Europa liegt danieder, und mit ihm der deutsche Hersteller Opel. Doch jetzt darf die GM-Tochter auf neue Verkaufschancen außerhalb des Krisenkontinents hoffen – wenn auch nicht unter eigenem Namen.
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Der Autohersteller Opel darf auf neue Exportchancen hoffen: Die Tochter des US-Konzerns GM wird womöglich bald mehr nach China und die USA liefern, um die Auslastung der krisengeplagten europäischen Werke zu verbessern. „Unsere hier in Europa produzierten Modelle könnten – im Falle einer positiven Entscheidung – unter dem Logo der Schwestermarke Buick in Buick-Vertriebsnetzen verkauft werden“, sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann der „Allgemeinen Zeitung“ aus Mainz. Konkrete Absatz-Ziele nannte er nicht.

Die Wirtschaftskrise in Europa macht Opel schwer zu schaffen: Der Autoabsatz ist eingebrochen. Die Fabriken des Herstellers sind – ähnlich wie bei etlichen Konkurrenten – nicht ausgelastet, er fährt seit Jahren hohe Verluste ein. Da Opel innerhalb der GM-Gruppe auf Europa spezialisiert ist, verkauft der Hersteller bislang kaum in anderen Regionen. Diese Beschränkung könnte jetzt gelockert werden.

Das Schicksal der Firma entscheide sich allerdings in Europa, sagte Neumann: Das Heil in China zu suchen, „wäre völliger Quatsch“, betonte der 52-jährige Manager, der seit 1. März an der Spitze des Rüsselsheimer Autobauers steht. Noch im Mai hatte er einen „Markteintritt im großen Stil“ als aufwendig und zu teuer bezeichnet.

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Fahrzeugeinheiten in Millionen


Neumann will zudem das Image von Opel wieder stärken. „Eine Marke kann man nicht zum Erfolg sparen“, sagte er der „Allgemeinen Zeitung“. „Egal wen Sie ansprechen: Jeder hat einen emotionalen Bezug zu Opel. Das müssen wir wieder nutzen und positiv besetzen.“ Negativschlagzeilen – etwa über die Schließung des Werkes in Bochum – hatten das Image des Herstellers schwer beschädigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neue Märkte: Opel hofft auf China und USA"

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  • Ich wünsche dem Ex-Volkswagen Manager Herrn Dr. Neumann viel Erfolg bei seiner Arbeit.

    Wenn Opel iwi sanierungsfähig ist, wir er es schaffen und evtl. findet dann Opel dann doch wieder in einen dt. Heimathafen. Wenn man sich Porsche oder gar Audi ansieht, die waren auch früher vollkommen pleite und am Boden zerstört. Volkwagen aber hat sie liebevoll aufgenommen und so kann man heute sagen, das selbst AUDI wieder eine saubere Arbeit macht und die von VW entwickelten Autos unter einen schönen Namen verkaufen läßt.



  • It's not like he and opel have lots of options besides export attempt, but this is the same dream tried in the early 1970's and mid 1990's which ultimately did not work out as hoped.

  • Es gibt keinen Grund, warum Opel und Ford (Deutschland) nicht ebenso erfolgreich sein könnten wie die rein deutschen Autokonzerne, außer: ihre Muttergesellschaften, die sie blockieren (Beschränkung auf gewisse Regionen), ausbeuten und nach Belieben - auch intellektuell - aussaugen (Hauptgrund sind hierbei Steuergesichtspunkte und die Starken US-Gewerkschaften). Und dann wird in den Medien noch so getan, als ob die Muttergesellschaft die "armen" Töchter ständig mit Mrd retten müßten (damit bloß kein Gewinn im Hochsteuerland DE anfällt).

    Das Ganze wird dann noch auf eine höhere Ebene gehoben, sobald unsere NSA-erpreßten Marionetten mit der Kolonialmacht USA (bzw. deren Hintermänner) ein "Freihandelsabkommen" aushandeln, dh. diktieren lassen. Dann wird das Ganze im kontinentalen Stil betrieben. Der Vampir der Wallstreet (und City-of-London) braucht neues Blut!

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